„Lassen Sie das Schaukeln lieber auf dem Wasser, junge Herrschaften! Die alten Bretter unter uns sind doch wohl allgemach ’n bißchen brüchig geworden, und das dreht sich gerade hier in Wirbeln, und der Untiefe ist nicht gut zu trauen. Ich möchte um alles nicht, daß die Herrschaft zu Hause es mir zuschieben könnte, wenn ich die jungen Herrschaften nicht heil ans Land brächte.“
Ich sprach sie leise an:
„Guten Tag, liebe Irene.“
Sie fuhr zusammen und empor; doch als sie mich erkannt hatte, stand sie nicht auf, sondern blieb sitzen auf dem Stein am Wege und reichte mir mit einem traurigen Lächeln die Hand in die Höhe.
„Du bist es, Fritz? Wie kann man die Leute so erschrecken!… Aber es ist wohl nicht deine Schuld, sondern meine und meine Torheit. Wie kann man sich so ins freie Feld setzen und sich die blendende Sommersonne auf den Scheitel und in die Augen scheinen lassen, ohne für seine besten Freunde blind und taub zu werden? Das ist aber gut von dir, daß du gekommen bist, der Vetter wird sich sehr freuen; — er kam gleich in der Nacht mit glänzenden Augen, um es zu verkünden, daß — du wieder im Lande seist.“
Sie sprach die letzten Worte nur zögernd; ich hielt ihre Hand noch fest und sagte:
„Ich bin aber nicht allein in die alte Heimat zurückgekommen, Irene.“
Da zog sie mir die Hand weg, erhob sich nun und erwiderte erst nach einer geraumen Weile:
„Ich weiß durch den Vetter Just Bescheid über alles.“
„Über alles?… Über alles doch wohl nicht!“