„Na, Professor, so müssen wir beide doch wohl zusammenkriechen, ich rieche es,“ sagte Zuckriegel, einen hohnlächelnden Blick auf mich schießend. „Wir wollen aber die süßen Hoffnungen dieser beiden jungen Männer zuschanden machen; wir wollen den abgeschlossenen Waffenstillstand nicht brechen; schnarchen wollen wir.“

„Versteht sich,“ sprach Steinbüchse, vollkommen von der Festigkeit seines Willens und Charakters überzeugt. „Ich denke einen guten Schlaf zu tun,“ setzte er mit Wallensteinschem Glauben an die Sterne hinzu, und ich gestehe, daß ich mit Bedauern anfing, an den Vorsatz der zwei Gelehrten zu glauben.

Wir wünschten uns gegenseitig eine angenehme Nachtruhe, und als ich mein Schlafgemach erreichte, fand ich den Verfasser der Lebensblüten bereits behaglich in seinem Federbett eingekapselt. Nur sein mit einem roten seidenen Tuch umwickeltes unsterbliches Haupt sah aus dem Kissen hervor.

„Was beginnen sie? Sind sie zu Bett?“ fragte er.

„Jeder hat noch ein Glas Punsch bestellt. Ich fürchte, die Nacht wird ruhiger vergehen, als wir hoffen.“

„Ich glaube an das Gegenteil; — schlafen Sie wohl, liebster Freund; ich will Sie wecken, wenn’s Zeit ist.“

„Meinen besten Dank im voraus. Gute Nacht!“

Dumpf hörte ich noch im ersten Schlummer den Dichter zitieren:

„Quam iuvat immites ventos audire cubantem,

Et dominam tenero detinuisse sinu;“ —