»Wenn er bliebe? wenn er sich bei uns niederlassen wollte? Aber das wäre ja herrlich!« rief der Apotheker, entzückt sich die Hände reibend. »Wie weich und angenehm wollten wir ihm sein Leben machen!«

Verwundert sah er hin, als das Fräulein zweifelnd und melancholisch den Kopf schüttelte.

»Du glaubst nicht, daß wir das vermöchten, Dorothea?«

»Nein,« erwiderte das Fräulein kurz und sprach unter einem schweren Seufzer mehr zu sich als dem Bruder:

»Und dann der andere Fall, — wenn er morgen wieder abreisen will, und dazu —«

Sie brach ab und vollendete den Satz auch nicht, als der Bruder gespannt eifrig fragte:

»Und dazu? — was meinst du? was willst du sagen?«

»Wir müssen es eben abwarten,« sprach Fräulein Dorothea Kristeller aufstehend. »Etwas anderes läßt sich in dieser Nacht doch nicht bereden; und jetzt wollen auch wir zu Bett gehen und versuchen zu schlafen.«

Nach diesem saßen sie doch noch, aber stumm, eine gute halbe Stunde beieinander. Als sie zu Bette gegangen waren, schlief weder Bruder noch Schwester einen ruhigen Schlaf.

Den ruhigsten Schlaf von allen, deren Bekanntschaft wir diesmal machten, schlief der brasilianische Oberst Dom Agostin Agonista.