Aber schon grüßten die Dächer von Mainz und Worms ins Wahlfeld herüber; um die Burgen der Großen und um den geschützten Gewinn ihrer Märkte wuchsen die Städte, wie Rom und Ravenna mit Mauern und Toren; Bürger wurden genannt, die darin wohnten.

Wo eine Stadt war, wurden die Wege rundum lebendig von Wagen, Schiffe kamen zu Tal, und fleißige Schaffner füllten die Keller und Speicher.

Was der Bauer mühsam dem Boden abrang, floß über im Wohlstand der Städte und wurde Macht in den Händen der Großen, die den Markt hielten.

Noch saß die Bischofsgewalt auf der Burg als Herr der Märkte und Münzen; ihr Zollbaum am Tor strich den gefüllten Wagen den Überfluß ab: aber schon bauten Gilden und Zünfte das Zeughaus der Bürgergemeinschaft.

Schon sahen die Vögte des Kaisers mit wachsamer Sorge den steigenden Glanz; sie sahen die Wagen und Schiffe und sahen die Einkünfte schwellen.

Konrad, der salische Franke, den sie bei Oppenheim wählten, weil er ein Urenkel Konrad des Roten, Eidam Otto des Großen war, ging nicht im ottonischen Purpur der Priester und Frauen; er kam als irdischer Kriegsmann und wollte dem Reich ein starker Haushalter werden.

Er sah im Reichtum der Großen die fleißige Arbeit der Kleinen und stellte das Königsschwert mitten hinein in den Tag der Pfalzen und Märkte, die fleißige Arbeit zu schützen.

Er gab den kleinen Vasallen das Erbrecht der Lehen, die Macht der Großen zu brechen; er gab den Bürgern der Städte den siebenten Heerschild, das Glück der geistlichen Höfe zu nützen.

Da war in den Glanz der Großen und Grafen ein schmaler Schatten gestellt: noch schien die Gunst der Sonne ihnen breit ins Gesicht; aber der Mittag kam, dem siebenten Heerschild den Schatten zu stärken.

Heinrich der Dritte