Arnold von Winkelried aber machte sie scharf: gleich einer Garbe band er die Spieße in seinen sterbenden Leib und brach eine Gasse, darin sich der Keil gewaltig einbohrte.
Da hatten die Streitäxte Arbeit, die eisernen Bäume zu fällen; der Tag war heiß, und von den Streichen der Bauern getroffen, erstickten die Ritter in ihren Eisengehäusen.
Leopold selber, der Herzog, sank in den Haufen, die fliehenden Lanzenknechte mähte der Morgenstern hin: so mußte der Wolf dem Stier den Weidgang lassen.
Die deutschen Ordensritter
In Zank und Schimpf ging das Grab und das Heilige Land den Ordensrittern verloren; aber der Hochmeister Hermann von Salza brachte ihr Schwert über die heidnischen Preußen, da mähten die Ritter dem schwarzen Kreuz ihrer Weißmäntel eine fröhliche Ernte.
Indessen die Kurfürsten in Aachen Rudolf von Habsburg die Krone aufsetzten, bauten sie schon ihre feste Burg an der Nogat; als König Albrecht, sein Sohn, durch Mörderhand fiel, war ihre Zwingherrschaft so sicher gegründet, daß der Hochmeister selber ins preußische Land kam, in der Burg an der Nogat zu wohnen.
So wurde die Burg ein gewaltiges Schloß, Marien zu Ehren genannt, die Gralsburg der schwarzweißen Ritter.
Denn nun war der Hochmeister Reichsfürst geworden wie keiner: nicht Bischofs- noch Bürgergewalt galten im Preußenland, die Weißmäntel ritten den Zügel der Zucht, und wie sie Gehorsam gelobten, verlangten sie ihn.
Sie waren die eiserne Hand, der Hansa im Osten die Waage zu halten; Kurland, Livland und Estland, die reiche Küste der Ostsee, zwangen sie ein in den Ring ihrer Herrschaft und hielten den Ring in hartnäckigen Kriegen.