Sie hätten dem Winterkönig sein Land bis zur Hölle gehalten, er selber aber entließ sie; so wurde die Pfalz frei von der Plage, so wurde die Fackel des Krieges nach Norden getragen, wo sie von neuem lichterloh brannte, weil danach der König von Dänemark antrat, sein Klopffechterglück zu versuchen.
Die Pfalz wurde frei von der Plage, aber nun kam der bayrische Herzog mit Eifer und Strenge, das calvinische Land wieder katholisch zu machen.
Wallenstein
Der Schwur von Loreto hatte dem Habsburger Erbland gegolten; über die Pfalz kam er ins Reich, und Ferdinand wollte noch einmal Schirmherr der Christenheit heißen.
Aber das Reich der Habsburger war nicht mehr die Kaiserstandarte über den Völkern; Frankreich und England hielten ihm seine Tore im Westen gesperrt, im Osten drohten die Türken.
Kein Maifeld am Rhein stellte die Heerschilde auf um den Kaiser, daß er den Bogen der Stärke über das Abendland spannte: Ferdinand war in der Hofburg zu Wien das Flackerlicht seiner Mönche.
Da saß die Spinne im Netz, die Ketzer zu fangen, aber die Fäden hatte die Liga gespannt: der mächtige Herzog in Bayern gebot, und Ferdinand mußt ihm seine Dienste teuer bezahlen.
Als darum Wallenstein kam, dem Kaiser ein eigenes Heer anzubieten, gab er dem düsteren Mann gern eine Vollmacht, sich von dem Herzog zu lösen.
Es war ein böhmischer Edelmann ärmlicher Herkunft, aber er hatte im Dienst des Kaisers reiche Güter in Böhmen erlistet, war Graf und Fürst seiner Herrschaft Friedland geworden und galt als guter Soldat, der seinen Söldnern reichen Raub gönnte.