Denn noch hielt dem Korsen Habsburg stand, und nie war es so tapfer wie nun im Unglück gewesen; erst als ihm die Sonne von Austerlitz unterging, blutig rot im Dezember, losch die letzte Reichsherrlichkeit hin.
In Regensburg trat der Gesandte von Frankreich den kläglichen Rest des Reichs auseinander; da wurde der Thron leer, der durch ein Jahrtausend die Mitte der Welt war: der Kaiser von Österreich blieb der Fürst vielerlei Völker, aber er war kein Herrscher des Abendlands mehr.
Die reiche Straße des Rheins wurde die Grenze der Mächte im Westen und Osten; aber versunken im Strom lag die Krone der alten Kurfürstenmacht.
Die Fürsten im Rheinbund feierten fröhliche Feste, sie waren der alten Kaisermacht ledig; daß sie Trabanten des neuen Cäsars waren, störte ihr Eintagsglück nicht.
Jena und Auerstädt
Indessen der korsische Hammer das faule Gebälk der alten Reichsherrlichkeit einstürzen machte, gedachte der König von Preußen das seine zu retten.
Torheit und Dünkel blähten sich auf dem Mist, als ob noch immer der Große in Sanssouci säße; aber der Fuchs sprang dem Hahn an die Gurgel, da er am stolzesten krähte: bei Jena und Auerstädt ließ der preußische Hochmut das Feld und die Federn.
Seit Roßbach hatte die deutsche Erde nicht mehr so eilige Flucht gesehen und seit Straßburg nicht mehr solche Schande, als da nun der preußische Hochmut den Ladestock schluckte.
Wie eine Hasenjagd ritten die flinken Husaren die leichte Verfolgung: ihrer zwölf fingen fliehende Heerhaufen ab; die starken Festungen fielen vor einem Trompetenschall hin.