Von Greisen geführt und von Feiglingen verraten, mußte der Grenadier den Gamaschendienst büßen; bevor ein Monat ins Land ging, war das preußische Land voll Franzosen.

Weit über die Weichsel hinaus nach Tilsit und Memel mußte der preußische Königshof fliehen; wenn nicht der Zar aus dem russischen Winter den zitternden Händen seinen starken Arm reichte, verlor der König von Preußen sein Land und den Thron.

In Tilsit wurde der schimpfliche Krieg mit einem schimpflichen Frieden beschlossen: auf einem Floß über den kalten Memelfluß traten Kaiser und Zar zueinander und hießen den König von Preußen abwarten, was aus dem Handel der Mächtigen für ihn übrig bliebe.

Er durfte sich weiter König von Preußen heißen, aber die Hälfte des Landes ging ihm verloren; und was er behielt, gehörte ihm nur als Vasallen.

Mut und Verwegenheit, Glück und Geschick hatten den Spötter von Sanssouci groß gemacht unter den Fürsten; Degen und Schärpe aus seiner Gruft nahm sich Napoleon mit, weil er als Gunst des Glücks und als Verwalter der Verwegenheit sein Nachfolger war.

Der Tyrann

Der Spötter von Sanssouci war ein Meister der klugen Beschränkung: er band den Ruhm an sein Schwert, er mehrte die Macht seines Staates, und blieb im Reich, der er war, der König von Preußen.

Aber der Korse war Kaiser geworden, wie Kolumbus Amerika fand; sein Ozean war der Aufruhr gewesen, sein Schiff die Soldatengewalt.

Der Kaisermantel umhing seine Schultern, der Papst salbte sein Haupt mit Öl: aber er blieb der Sohn der Gewalt, und die Gewalt konnte den Namen der Freiheit nicht leugnen, damit sie zur Welt kam.

Den Sohn der Hölle hießen sie ihn, denen die alte Zeit den Himmel auf Erden vorstellte, da die Willkür der Höfe und adligen Herrn die Völker regierte, da der Bürger und Bauer Untertan war.