Sie hielten im Namen der Völkerversöhnung ihr Strafgericht ab als Kläger, Richter und Büttel; sie teilten den Raub im Namen des Rechtes und rächten sich an dem wehrlosen Feind, der ihnen so lange ein Alpdruck war.

Sie sprachen den Willen der Völker frei und legten den ewigen Bann zwischen die Deutschen im Reich und ihren Brüdern in Österreich.

Sie trennten das deutsche Elsaß vom Reich und ließen den gallischen Hahn sein altes Rheinbundlied krähen.

Sie gaben den Welschen vom deutschen Tirol, soviel sie für ihren falschen Wechsel verlangten; aber sie wogen mit zweierlei Waagen, daß sie den slawischen Völkern nichts nähmen.

Sie raubten den Deutschen die Kolonien und ihre Schiffe dazu, sie legten die Schuld und die Schulden des Krieges auf sie und kränkten ihre Ehre.

Sie machten alles genau, wie der englische Seeherr es wollte: der nächste Feind Englands, Deutschland, hatte den stärksten, Rußland, erschlagen, nun legte er ihn an die Kette; aber die Kette gab er klug in die Hand der Franzosen, weil sie nun unter den Feinden Englands die nächsten waren.

Allen den Völkern und Völkchen im Abendland wurde ihr Dasein entfaltet; nur der Deutsche war vogelfrei, weil er ein Hunne, ein Boche, ein Barbar, ein Feind der Menschheit und unter den Tugendvölkern der Erde des Teufels Nothelfer war.

So wurden dem falschen Propheten der Völkerversöhnung die vierzehn Punkte des Friedens erfüllt; und daß der Professor sein Steckenpferd habe, wurde der Völkerbund auch in den Stacheldraht ihrer Paragraphen gewickelt.

Die vierzehn Punkte hatten das ihre getan, nun konnte die Stimme der Vernunft wieder schweigen; aus dem Schiedsrichter der Welt war in Paris ein Stockmeister Frankreichs geworden; als er die Spottgeburt seines Völkerbundes heimbrachte, lachte sein eigenes Volk ihn aus.