„Ja.“

„Gut. Wie wäre es, wenn wir jetzt aufs Feld gingen und arbeiteten? Ich lasse mir nämlich jeden Abend von unserm Inspektor ein Feld anweisen.“

Ich willigte in diesen Vorschlag ein. Wir zündeten uns jeder eine Zigarette an und gingen in den Hof. Dort holten wir uns aus einem Schuppen lange Forken und zogen darauf munter durch den Park.

Einmal wandte ich mich um und blickte zu Ninas Fenstern hinauf. Sie waren fest verschlossen und die Vorhänge heruntergelassen.

„Das gnädige Fräulein pflegt bis neun Uhr zu schlafen,“ sagte Wolfgang, der meinen Blick bemerkt hatte.

Ich errötete und schwieg.

*

Wir sind auf dem Feld angelangt und ziehen unsere Jacken aus. Die Kornfelder stehen in der jungen gelbstrahlenden Sonne. Auf den heiteren grünen Wiesen und Weidegründen grasen die roten und braunen Kühe des Gutes und senden den Ton von tiefen Glocken durch das flüssige Licht. Am Horizont suchen auf noch beschattetem Hügel Schafe ihr Futter. Ein Schäfer mit einem großen Hut steht neben ihnen. Er hält den Hirtenstab in der ausgestreckten Hand auf die Erde gestützt, als sei er der Wächter dieses Tales und behüte seine Unschuld. Eine Wolke zieht langsam über den bleichen westlichen Himmel.

„So, nun stellen wir hier die Garbenbündel auf,“ sagt Wolfgang. „Du bist ja früher auf dem Land gewesen und weißt, wie man das macht. Immer zu sechs auf einen Haufen.“

„Bei uns nahm man acht.“