Wolfgang errötete.
„Ich denke, Herr Regnitz, Sie setzen sich neben mich. Hier ist noch ein Stuhl frei.“
Ich saß und fühlte meinen Sinn ein wenig umnebelt.
„Sind Sie verwandt mit einem Herrn Regnitz, der vor zwei Jahren in Athen Attaché war?“
„Das war mein Bruder, gnädige Frau.“
„Nicht möglich! ... Ihr Bruder ...!“
Und sie sprach von meinem Bruder, den sie in Athen vor zwei Jahren kennen gelernt hatte.
„Eigentümlich, wie Sie sich Schokolade eingießen!“ klang eine singende Stimme neben mir, während ich mich mit Frau Seyderhelm über meinen Bruder unterhielt, der in Athen vor zwei Jahren Attaché gewesen war. Ich wandte mich nicht um und konnte nicht erkennen, woher diese Stimme kam und ob sie mir galt. Ich sah viele Gesichter, darunter das von Wolfgang Seyderhelm, dessen Blick sich stets abwandte, sobald er den meinen traf. Ich empfand es sehr wohltuend, daß ich mich vorhin beim Eintreten nicht allzu ungeschickt benommen hatte und nun in ungezwungenem Tone mit Wolfgangs Mutter redete.
„Wo ist Ihr Herr Bruder jetzt?“
„Er ist im Kampf gegen die Neger gefallen.“