[10] Mitth. d. Inst. X, 417 ff., vgl. Bresslau, NA. XV, 211. Auch Mitth. XIII, 225-232.

[11] Ueber ihn vgl. L. Oelsner in der Deutschen Allg. Biogr. I, 460. Nimmt man die Abfassung erst 795 an, so ist natürlich diese Vermuthung hinfällig.

[12] Diese Annahme ist von Waitz gebilligt, aber mit der wichtigen Modification, daß es bis 805 reichte und aus den Lauriss. maj. geschöpft war, s. unten.

[13] So Waitz und W. Giesebrecht, während Pertz schon 788 die Fortsetzung Einhards beginnen läßt, Dünzelmann eine zweite Fortsetzung 792 bis 796 annimmt. Gegen Giesebrecht bemerke ich, daß 792 nicht von einer Brücke über die Donau, sondern von beweglichen Pontons für den Feldzug die Rede ist.

[14] „Agenardus cognomento Sapiens, ea qui tempestate habebatur insignis, huius reverentissimi coelicolae mentionem in Gestis Caesarum Caroli Magni et filii ipsius Hludowici faciens, inter alia quae annotino cursu dictabat, non inoperosum duxit mortalia acta immortali astipulatione roborare ita dicens“ etc. — Diese bestimmte Angabe gerade aus dem Medarduskloster darf man doch nicht zu gering anschlagen, sie kann recht wohl auf wirklicher Tradition beruhen. Der Verfasser Odilo widmet sein Werk (Mab. Actt. IV, 1, 383-410), welches freilich schwülstig und nicht allzu zuverlässig, aber doch für die Zeit Ludwigs des Frommen nicht unwichtig ist und auf der älteren Schrift des Probstes Rodoin beruht, dem Decan Ingramnus, der nach Flod. 932 Bischof von Laon wurde. Ein Brief von ihm an Hucbald, worin er der Mir. S. Seb. gedenkt, bei Mart. Coll. I, 266. Auch die Autorschaft des Prudentius und Hincmar für die späteren Annalen beruht auf je einem Zeugniß, womit ich nicht, wie man mich mißverstanden hat, sagen will, daß sie zweifelhaft sei, sondern daß auch hier nur ein ausdrückliches Zeugniß sich erhalten hat. Auszüge aus der Translatio S. Sebastiani von Odilo giebt Holder-Egger, SS. XV, 377-391; dann S. 391-395 aus der früher irrig ebenfalls dem Odilo zugeschriebenen Translatio SS. Tiburtii, Marcellini et Petri, die er als betrügliches Machwerk des 11. Jh. nachweist. — Annales S. Medardi a. 497-987 und Auszüge aus der Fortsetzung bis 1249 ed. Waitz, SS. XXVI, 518-522.

[15] Nach der Beschreibung MG. I, 129 scheint es, daß die Handschrift am Schluß wie am Anfang unvollständig ist und einst weiter reichte.

[16] Monod läßt hier überhaupt erst einen neuen Autor eintreten und ist nicht abgeneigt, Angilbert darin, etwa bis 813, zu erkennen, da dessen Name wiederholt genannt werde.

[17] S. die Zusammenstellung bei B. Simson, De statu etc. p. 44-52. Derselbe weist Forsch. XIV, 136 Benutzung des Livius nach. Fr. Kurze, NA. XVII, 125, nimmt Bearbeitung erst um 820 u. also Benutzung der Vita in den Annalen an.

[18] W. Giesebrecht a. a. O. S. 216. Die Benutzung des fortgesetzten Fredegar 759, 760 vermag ich aber nicht zu erkennen. Vgl. auch Bernays S. 151. — Manitius, Mitth. XIII, 232-238, unterwirft einige Stellen einer für Einhard ungünstigen Kritik.

[19] Chronicon universale bis 741, ed. Waitz, MG. SS. XIII, 1-19. Vgl. B. Simson: Die überarbeitete und bis 741 fortgesetzte Chronik des Beda, Forsch. XIX, 97-135. Waitz, Weltchronik bis 741, NA. V, 475-491.