[5] Anklänge an Vergil, das allgemeine Schulbuch, fehlen natürlich auch nicht, zuerst gesammelt von Dorr, De bellis Francorum cum Arabibus gestis, Diss. Regim. 1861, p. 53-55, dann vollständiger bei Dümmler, nebst anderen, besonders auch an Theodulf u. Naso, vgl. NA. XI, 80. 554.

[6] Die früher vermuthete Identität mit einem Abt Hermold 834 u. dem Abt Ermenald von Aniane kann als beseitigt gelten; vielleicht aber war er der Hermold, der 838 als Pippins Kanzler erscheint.

[7] Am Schluß folgen noch Nachrichten über die Jahre 836 u. 837, in welchen die Uebertragung des h. Castor nach Coblenz (daraus entnommen, doch mit richtigem Datum, Anal. Boll. I, 119, vgl. NA. XII, 603) auffallend hervortritt. Ausgabe von Pertz, MG. SS. II, 585-604. Uebersetzung von Jasmund, 1850. 1889 (Geschichtschr. 19. IX, 4). Ebert II, 359-361. Eine Erwähnung unter dem Namen Theganbert in der Transl. Chrysanti et Dariae a. 844; Urkk. v. 842 u. 847 NA. XIII, 154, 157, wo er Theigenbert heisst. Obitus Thegani ep. im Necrol. S. Maximini zum 20. März. Ueber Walahfrids Vorrede in derselben Kopenhagener Handschrift, welche auch dessen Vorrede zu Einhards Vita erhalten hat, s. Archiv VII, 373; im St. Galler Catal. s. IX. erscheint das Buch als ‚De bonitate Hludouuici imp. in quaternulis‘. Weidm. S. 400. Vgl. B. Simson: Ueber Thegan, Forsch. X, 325-352. Benutzt ist die Vita in der Domus Carolingicae Genealogia (SS. II, 309, vgl. Forsch. X, 338), den Ann. Lobienses und Flodoardi Hist. Remensis.

[8] Mg. SS. II, 604-648. Uebers. mit Thegan. Ebert II, 361-364. Ueber die Steinfelder Handschrift, jetzt Mus. Brit. 21 109, Archiv VII, 365; über die Petersburger NA. V, 221. Ueber stilistische Anklänge Manitius, NA. XI, 70-73.

[9] Zuletzt hat G. Meyer von Knonau in d. Abh. über Nithard ausführlich nachgewiesen, S. 132-135, wie der Astr. c. 23-43 die Ann. Lauriss. 814-829 benutzend sie entstellt; S. 129-132. 135, wie er c. 59-62 Nithard c. 6-8 in ähnlicher Weise behandelt hat, dessen Benutzung mir jedoch zweifelhaft ist; S. 129-132 ist die Verwirrung der Chronologie c. 54-61 beleuchtet. Für den hohen Werth des ersten Theils ist daher das Hauptverdienst Adhemar zuzuschreiben. Diesen hält Dorr, De bellis Francorum cum Arabibus gestis (Diss. Regim. 1861) p. 51, nach einer Vermuthung Giesebrechts für den wiederholt genannten Heerführer Hadhemar, der im Alter Mönch geworden sei. Allein die verschiedene Schreibart in demselben Buch, der Mangel jeder Hindeutung darauf und die Häufigkeit des Namens in Aquitanien sprechen dagegen. B. Simson, Lud. d. Fr. II, 294-301 behandelt das Werk ausführlich und vermuthet, daß es unvollständig überliefert sei. Benutzte Verse von Vergil weist Manitius nach, NA. IX, 618, andere Anklänge XI, 70-73.

[10] Mab. IV, 1, 191. S. XV, 198-220 von Waitz. mit Exc. der Vita Willelmi monachi Gellonensis. Ebert II, 346-348. Hauck II, 528-545. Ueber das Leben des Adalhard und Wala s. unten [→ § 16.]

[11] L'Éducation caroline. Le manuel de Dhuoda. Paris 1887.

[12] Apologeticus pro filiis Ludovici Pii imp. adv. patrem, Bouq. VI, 248 u. a. m. Eigentlich zwei verschiedene Schriften, s. B. Simson I, 398. II, 67, u. als solche SS. XV, 274-279 ed. Waitz als: Libri duo pro filiis et contra Judith uxorem Lud. Pii. Er war einer der bedeutendsten theologisch-politischen Schriftsteller, und seine Schriften (ed. Baluze 1666, Migne CIV) berühren vielfach die Zeitverhältnisse. S. über ihn Baehr S. 98. 383-388. C. v. Noorden, Hinkmar S. 39. B. Simson I, 397-399. Reuter, Gesch. d. Aufklärung I, 24-41. Ebert II, 209-222. Dümmler, NA. IV, 263, und die Gedichte an ihn, Poet. Lat. II, 118. 356. J. F. Marcks, Die politisch-kirchliche Wirksamkeit A. Progr. d. Realprogym. zu Viersen 1888. Enge, De Agobardi cum Judaeis contentione, Lips. 1888. Er starb 840 Juni 6, Ann. Lugdun. MG. I, 110.

[13] Sie findet sich in der Translatio S. Sebastiani ([S. 199]), ist aber auch unter dem Titel Conquestio domni Chludovici imperatoris et augusti piissimi de crudelitate et defectione et fidei ruptione militum suorum et horrendo scelere filiorum suorum in sui dejectione et depositione patrato abgesondert überliefert. Ausg. v. Holder-Egger SS. XV, 388. — Dahin gehört auch die gegen Ebo gerichtete, von Flodoard aufgenommene Visio Raduini, [←] NA. XI, 262.

[14] Querela de divisione imperii post mortem Ludovici Pii, bei Mab. Anal. I, 388, ed. II p. 413. Bouq. VII, 301. Poet. Lat. II, 559-564. Vgl. über ihn Ebert II, 268-272. Dümmler, NA. IV, 296-301. 581. 630. Poet. Lat. II, 507-566. Ueber seine Canonensammlung M. Conrat, Gesch. d. Quellen u. Litt. d. Röm. Rechts (1889) I, 253; vgl. auch NA. XI, 436.