[1] Kuntzemüller bekämpft diese Auffassung, allein es war gar nicht anders möglich und ist, da seine Wahrheitsliebe allgemein anerkannt ist, auch kein Vorwurf.

[2] Gegen Pertz haben Pätz und G. Meyer v. Knonau Benutzung des Nithard beim Astronomus nachzuweisen gesucht, die mir doch noch zweifelhaft ist.

[3] Wahrscheinlich im Lager Karls zu St. Cloud, s. Funck S. 274, Dümmler, Ostfr. I, 169.

[4] Am 24. Oct. nach Meyer v. Knonau, Anm. 292, dem Traube (für den 5. Nov.) ohne Angabe von Gründen widerspricht.

[5] Jetzt auch Poet. Lat. III, 310 von Traube herausgegeben.

[6] Der in Verg. Aen. IX, 571 u. X, 175 gefeierte Held und Weissager.

[7] Diese Correctur von Dümmler statt gemino hat Traube angenommen mit Hinweis auf den ähnlichen Ausdruck im Carm. CL, 2.

[8] „Ubi fortes ceciderunt, proelio doctissimi.“ Anf. Aurora cum. Gedruckt in der Octavausgabe des Nithard S. 55 f. und sonst häufig. Coussemaker, Hist. de l'harmonie (1852) 86 u. Facs. pl. I, 3. Erste vollständige Ausg. (2 neue Strophen) bei Dümmler in den philol. Abh. zu Ehren Th. Mommsens, 1877. Poet. Lat. II, 138. Die Verse fangen nach der Reihe mit den Buchstaben des Alphabets an, reichen aber nur bis P. Eine Uebersetzung mit Erläuterungen bei Meyer von Knonau S. 139, und nebst anderen im Anhang zu dessen Schrift: Die schweizerischen hist. Volkslieder des 15. Jahrh. (Zürich 1870) S. 66. Ebert II, 313.

[9] Bei Duméril, Poésies populaires Latines antérieures au douzième siècle finden sich S. 251 ein Klagelied um den Tod des Abtes Hugo 844 Hug dulce nomen (auch bei Coussemaker 92 mit Facs. pl. II, 2, Poet. Lat. II, 139; s. über ihn Sickel, Acta Karol. I, 96), S. 253 eine Klage Gotschalks in seiner Verbannung (846 oder 847 O quid jubes, Couss. 49 u. pl. II, 3; vgl. Dümmler, NA. IV, 320. Ebert II, 166), S. 255 Verse auf die Zerstörung des Klosters Montglonne oder Saint-Florent-le-Vieil durch die Bretonen 853, Dulces modos (neue Ausgabe nach dem MS. von Midlehill von Dom Pitra, Archives des Missions scientifiques IV, 182 a. 1856; Poet. Lat. II, 147), S. 266 Sigloards Klagelied um Fulko von Reims O Fulco (900). Anderer Art sind Theodulfs Oden auf Ludwig des Frommen Ankunft in Orléans und in Tours, Poet. Lat. I, 529. 578.

[10] Rhythmische Beschreibung von Verona aus Pippins Zeit, von Rather mitgebracht und nebst einem Stadtplan von Verona in eine (verschollene) Handschrift des Klosters Lobbes eingetragen, Magna et praeclara, Poet. Lat. I, 119. Traube, Karol. Dicht. S. 122-129. Verse auf K. Pippins Sieg über die Avaren 796 (Omnes gentes) in Pertz' Octav-Ausgabe von Einhards V. Caroli p. 35, Poet. Lat. I, 116. Paulinus Klage über Herzog Erichs Tod (799 Mecum Timavi) ib. p. 37, Duméril S. 241, Coussemaker, S. 87 u. Facs. pl. I, 4. Sinner, Catal. Bern. I, 148-157 mit Erläuterungen, Poet. Lat. I, 131. Planctus Caroli (814, A solis ortu) vermuthlich aus Bobio, bei Einhard S. 41, Duméril S. 245, Coussemaker S. 91 mit Facs. pl. II, 1, Poet. Lat. I, 435; darauf bezieht sich, wie Dümmler bemerkt, Thietm. VIII, 15, indem er den darin als Patron des Klosters angeredeten Columban für den lebenden Abt zu halten scheint. Ganz verschieden davon ist das viel jüngere oft gedr. Kirchenlied Urbs Aquensis, welches auch auf Zürich und Frankfurt angewandt ist. — Klage um Aquileja, Ad flendos, Paulinus zugeschrieben, Poet. Lat. I, 142. Spottverse auf dasselbe, Aquilegia gloriosa, ib. II, 150. Ueber Ludwigs II Gefangenschaft (871, Audite omnes) Duméril S. 264. Poet. Lat. III, 404; ib. p. 405 sein Epitaph Hic cubat. Das Wächterlied aus Modena während der Belagerung durch die Ungarn 904 O tu qui bei Duméril S. 268; vgl. Dümmler, NA. IV, 559; Joh. Merkel NA. I, 572 hält es für älter. — Das von Baronius auf Lothar (855) bezogene Epitaphium Caesar tantus eras ist von Dümmler NA. I, 179 auf Heinrich III bezogen, auf Lothar wieder von De Rossi, Inscriptt. christ. II, 1, 302, u. von Traube, der den Vf. für einen Nachahmer des Sedulius hält, mit Beziehung auf Poet. Lat. III, 158 u. 234.