[1] Ueber diesen s. Sickel, Acta Karol. I, 86-88. Simson II, 234. Ein Brief von ihm über Verbesserung des Antiphonars NA. XI, 564-568.
[2] Daß Frechulf ein Sachse und Mönch in Fulda gewesen sei, beruht allein auf dem Trithemischen Meginfrid von Fulda, und ist, da dieser erdichtet ist, wohl nur ein Schluß aus dem Freundschaftsbund mit Hraban. Die Briefe beider enthalten aber nicht die geringste Hindeutung darauf.
[3] 852 erwähnt bei Quantin, Cartulaire de l'Yonne I, 64.
[4] Dümmler, Ostfr. I, 41. Acrostichische Verse ihr zu Ehren bei H. Hagen, Carmina Medii Aevi p. 126-128, Poet. Lat. II, 165, von Hraban.
[5] Vgl. Büdinger, Hist. Zeitschrift VII, 115. Ebert II, 381-381. Die gründlichste Untersuchung über Frechulfs Werk mit genauer Analyse desselben nach den von ihm benutzten Quellen hat Emil Grunauer aus Winterthur gegeben in seiner Diss. de fontibus historiae Frechulphi ep. Lixoviensis, 1864. Frechulph und Frechulf ist die Schreibart der ältesten und besten (St. Galler) Handschrift, aus welcher hier nebst Facs. die in den Ausgaben fehlenden Capitel mitgetheilt sind. Sein Todestag (October 8. Frehholfi. ep.) im Würzb. Necrol. ed. Dümmler, Forsch. VI, 117. Eine unvollständige und dem Julius Florus zugeschriebene Hs. in Avranches 2428, s. Ravaisson, Rapport sur les bibl. de l'Ouest (1841) p. 20; die Widmung an Judith S. 361. Vgl. unten [§. 20 →2] über die Translatio Ragnoberti. — Die von Fr. Haase im Breslauer Ind. lectt. hiem. 1860 gedruckte Widmung einer Abschrift des Vegetius an einen König (wiederholt Veget. ed. Lang p. XXIII) kann doch wohl nur von Frechulf sein, nach den Worten: post libros ab inicio mundi usque ad regna Francorum in Gallia a parvitate mea congestos ex hagiographorum sive gentilium historiis, und das wird, wie Dümmler bemerkt, durch übereinstimmende Ausdrücke bestätigt. Der König ist dann Karl der Kahle. Vgl. auch Dümmler, Ostfr. I, 404, und in Haupts Zeitschr. XV, 451, wo 443 bis 450 ein von Hraban für Lothar, wahrscheinlich II, im J. 855 verfaßter Auszug aus Vegetius, mit einigen Notizen über fränkische Sitten, mitgetheilt ist. Den lebhaften praktischen Gebrauch des Vegetius bezeugt auch Salimbene S. 197. [←]
[6] Auszüge, und von 814 an vollständig MG. SS. II, 315-323; die beiden unbedeutenden Fortsetzungen S. 324. 325. Eine weitere, ebenfalls unbedeutende Fortsetzung aus dem elften Jahrhundert S. 326. Die erste Fortsetzung ist großentheils entnommen aus der kurzen Francorum Regum historia 840-869, fortgesetzt bis 885 (gedr. MG. II, 324. 325) u. aus den Ann. Floriacenses; benutzt von Folcuin im Chartul. Sith. nach B. Simson, Ludw. d. Fr. I, 192 Anm. 8. Series episcoporum Vienn. ed. Waitz, SS. XXIV, 811, wo auch die früher ausgelassenen Stellen aus Ado über die ältesten Vienner Bischöfe nachgetragen sind. — Ebert II, 384.
[7] Erchanberti Breviarium Regum Francorum ed. Pertz, MG. SS. II, 327; nur der letzte Theil ist abgedruckt nach Ussermann. Uebers. bei dem Mönch von St. Gallen. Die Handschrift (MG. Legg. I, 267. III, 9) ist jetzt in Stuttgart Cod. Jur. qu. 134, s. Haenel in den Berichten der K. Sächs. Ges. d. Wiss. 1865.
[8] Gesta abbatum Fontanellensium, ed. Pertz (nach Dachery) MG. SS. II, 270-301, nebst einem Fragmentum Chronici Font. 841-859 S. 301 bis 304. Ebert II, 377. Nach der lange vermißten Hs. im Hâvre neue Ausg. von S. Loewenfeld, Hann. 1886; vgl. dens. Forsch. XXVI, 193-215, u. über die Mängel der Ausg. Holder-Egger, NA. XVI, 602-606. Ueber das Verhalten zu Fredegars Fortsetzern Breysig, Karl Martell, S. 114 u. oben S. 203. Im Münchener historischen Jahrbuch 1865 von P. Roth benutzt, um seine Ansicht über die Säcularisation unter den Karolingern zu unterstützen. Auch die der Vita S. Wandregisili (oben S. 107) angehängten Miracula (Mab. II. 547. Acta SS. Jul. V, 281) von verschiedenen Verfassern bis nach 895 fortgeführt, sind nicht unwichtig; Ausz. SS. XV, 1, 406-409.