[52] S. darüber unten V § 14. — Eine von Giesebrecht entdeckte, von Jaffé herausgegebene Nachricht über Dedicatio ecclesiae S. Petri Babenbergensis (1012) MG. SS. XVII, 635. Bibl. V, 479.

[53] Vita Balderici ep. Leod. ed. Pertz, MG. SS. IV, 724-738.

[54] „Lingua Teutonicus, Wangia doctus in urbe.“ Epit. bei Baronius ad a. 999 § 1. Die Form Wangia auch in einem Hymnusfragment saec. XII. Geschichtsbl. d. mittelrhein. Bisth. S. 23.

[55] Vita Burchardi Wormat. ed. Waitz, MG. SS. IV, 829-846, nach der alten Ausgabe von 1548. Cod. Pal. 851, Arch. XII, 344. Vgl. W. Giesebrecht, Geschichte der Kaiserzeit I, 787. H. Grosch, B. v. W. Jena 1890. M. Conrat (Cohn), Gesch. d. Quellen d. Rom. Rechts im MA. I, 261.

[56] NA. XIII, 197-202.

[57] MG. SS. IV, 829. Ueber die Wormser Schule vgl. Kehr, Die Urkk. Ott. III (1890).

§ 8. Alamannien. [[←]]

Stälins Wirtembergische Geschichte I, 605 ff.

Die Schulen von St. Gallen und Reichenau bewahrten auch in dieser Zeit ihren alten Ruhm und erhoben sich zu hoher Blüthe; es wurde manches hier geschrieben, aber wie Schwaben damals der Reichsgeschichte ferner stand, wie den Alamannen der sächsische Kaiserhof weit fremder war als der karolingische, so nahm auch das ganze Leben einen provinziellen Charakter an, und während wir in Sachsen und in Lothringen Geschichtswerke von allgemeinerem Gesichtspunkte entstehen sahen, beschränkt sich hier die Litteratur auf Schriften von engerem Gesichtskreise. Annalen freilich sind auch hier geschrieben und darin auch, wie überall, von Kaiser und Reich berichtet; ihre Notizen sind als gleichzeitige Aufzeichnungen wichtig, aber sie zeigen kein Streben nach zusammenhängender Darstellung, wie die größeren sächsischen Jahrbücher und der Fortsetzer des Regino. So wurden in St. Gallen die alten Alamannischen Annalen bis 926 fortgesetzt[1]; um die Mitte des Jahrhunderts entstanden dann die größeren Annalen von St. Gallen, bis 955 von einer Hand geschrieben und von verschiedenen Schreibern bis 1044 fortgeführt[2], die Sanct Galler Gelehrsamkeit durch Anwendung von Stellen alter Schriftsteller bekundend[3]. Bis 918 sind sie ein Auszug der Alamannici mit einigen Zusätzen, von 919 an selbständig und von erheblichem Werth. Gleichzeitig wurde in derselben Handschrift, welche verschiedene Mönchsregeln u. a. enthält, auch das Necrologium angelegt[4]. Dagegen ließ man in Reichenau, wo längere Zeit hindurch die alten Murbacher Annalen fortgesetzt waren, schon mit dem Jahre 939 von dieser Thätigkeit ab; ein Exemplar dieser Annalen, welches für den Erzbischof Friedrich von Mainz bald nach 939 abgeschrieben war, ist merkwürdig durch die von Otto's des Großen Sohn Wilhelm eigenhändig am Schlusse zugesetzte Nachricht von seiner Erhebung zum Erzbischof von Mainz (954) und dem gleichzeitig zwischen dem Kaiser und seinem Sohne Ludolf geschlossenen Frieden[5]. Es hat aber auch noch eine weitere Fortsetzung Alamannischer Annalen gegeben, deren Spuren Giesebrecht bis 985 in den Altahenses findet[6] und die vielleicht auch in den Cölner Annalen noch kenntlich ist.

Auch die Weingarter Annalen, nur nach dem Fundort benannt, sind bis 918 nichts als ein Auszug der Alamannici, bis 936 fortgeführt[7]. In Einsiedeln aber wurden um das Jahr 966 Annalen zusammengestellt, und bis 1057, in einer anderen Handschrift bis 1268 gleichzeitig fortgeführt[8]. Im nahen Elsaß wurde in Weißenburg ein Exemplar der Hersfelder Annalen in einen Auszug gebracht und von 985-1075 fortgesetzt[9].