[5] Divin. Lectionum c. 23: quem nos quoque vidimus, virum quidem non usque adeo saecularibus literis eruditum, sed scripturarum divinarum lectione plenissimum. Ein dogmatisches Sendschreiben an ihn von Ferrandus aus d. J. 533 bei A. Mai, Nova Coll. III, 2, 168-184; ein anderes mit Uebersendung einer Glocke für das Kloster, bei Reifferscheid in Ind. lectt. Vrat. 1871-72 S. 6. Vgl. Büdinger, Eugipius, Wiener SB. XCI, 793-814.

[6] Sehr gerühmt von Notker, bei Dümmler, Formelbuch Salomons III, S. 65. Ausg. v. Knöll im Wiener Corpus VIII, 1.

[7] Nachgewiesen von Glück, Die Bisthümer Noricums, Wiener SB. XVII, 77.

[8] Neapolis gaude redimita festis, Plaude caelestem retinens patronum etc. Ozanam, Documents inédits, p. 241.

[9] Mon. Boica XXVIII, 2, 201.

[10] Archiv der W. A. III, 355 (1849, vor der Ausgabe von Böckings Commentar). Vgl. Böcking, Notitia Dign. Occ. p. 747-750. Glück, die Bisthümer Noricums S. 76. Aschbach: Ueber die römischen Militärstationen im Ufer-Noricum zwischen Lauriacum und Vindobona, nebst einer Untersuchung über die Lage der norischen Stadt Faviana, SB. XXXV, 3-32 für Traismauer, Tauschinski SB. XXXVIII, 31-46 wieder für die Identität mit Wien, ohne erhebliche Gründe. Kenner in d. Blättern d. Vereins f. Landesk. v. N. Oesterr. N. F. XVI (1882) S. 3-53, für Mautern. In Severins Zeit brauchte man den Abl. Favianis, in der Notitia Dign. Occ. p. 100 (ed. Seeck p. 198) steht Fafianae (Genetiv). S. Corpus ISS. Latt. III, 2, 687 und passim zur Erklärung der Ortsnamen.

[11] Leipzig 1854. Ueber die weitere Litteratur K. Uhlirz: Die Urkundenfälschung zu Passau im 10. Jahrh. Mitth. d. Wiener Inst. III, 177-228.

§ 3. Die Anfänge und Gattungen der christlichen Geschichtschreibung. [[←]]

Baehr, Geschichte der römischen Litteratur. Supplementband. Die christlich-römische Litteratur. I. Abtheilung. Die christlichen Dichter und Geschichtschreiber. 1836. In der zweiten Ausgabe 1872 als vierter Band bezeichnet. Teuffel, Gesch. d. röm Litt. 5. Aufl. 1890. Adolf Ebert, Allg. Gesch. d. Litt. des M. A. im Abendlande. I. Gesch. d. christl. lat. Litt. von ihren Anfängen bis zum Zeitalter Karls d. Großen. 2. A. 1890.

Das Mittelalter ist durch keine bestimmte Grenzlinie vom Alterthum geschieden; lange Zeit laufen beide gewissermaßen parallel nebeneinander her. Das unterscheidende Element ist das Christenthum, welches das antike Wesen zersetzt, und theils vernichtet, theils umformt; dann das Eintreten ganz neuer Völker in die Geschichte, welche nach und nach den Schwerpunkt ihrer Entwickelung zu sich hinüberziehen. Die classisch-heidnische Litteratur gehört einem anderen Gebiete an, und liegt unserer Aufgabe fern; allmählich erstarb in ihr das Leben, und auch die Geschichtschreibung beschränkte sich immer mehr auf Auszüge aus den älteren Werken. Hieran konnte sich natürlich keine weitere Entwickelung anknüpfen. Den vorhandenen Stoff, wie ihn besonders Eutropius zubereitet hatte, faßte zuletzt noch einmal Paulus Diaconus in seiner römischen Geschichte zusammen, und machte ihn durch Verschmelzung mit der Kirchengeschichte für seine Zeit brauchbarer. So ging er in das Mittelalter hinüber, und bildete hier die Grundlage aller Kenntniß der römischen Welt. Aber ungeachtet der christlichen Zusätze und Fortsetzungen blieb doch dieses Werk nur eine todte Masse; die lebendige neue Entwickelung schloß sich an die christliche Geschichtschreibung, welche sich für die veränderte Auffassung und andere Bedürfnisse auch neue Formen erschuf.