[2] So nach der Etymologie, während die handschriftliche Autorität mehr für Boetius spricht.
[3] O. Jahn: Ueber die Subscriptionen in den Handschriften römischer Classiker. Berichte über die Verhandlungen der königl. Sächs. Ges. der W. Phil. hist. Classe, III, 327. 1851.
[4] Th. Mommsen, Ueber die Ravennatische Kosmographie, SB. der k. Sächs. Ges. der W. Phil. hist. Classe, III, 80-117, 1851. Bock, Lettre à Mr. Bethmann, Annuaire de la Bibl. Royale de Belgique, Vol. XII. 1851. Rec. von Waitz, GGA. 1851, N. 121. Ravennatis Anonymi Cosmographia et Guidonis Geographia. Ex libris manuscriptis edd. M. Pinder et G. Parthey, Berol. 1860. — Guido Pisanus excerpirte das ältere Werk des siebenten Jahrhunderts um 1119. Während Mommsen und de Rossi (Giornale Arcadico CXXIV p. 259-281, 1851) sammt vielen anderen seiner Autoritäten auch die gothischen Philosophen für erfunden halten, sehen Bock und Pallmann I, 9-12. II, 139, in ihnen Zeitgenossen Theoderichs.
[5] De orig. Gett. c. 4. 14. 23. Vgl. Sybel, De fontibus Jord. p. 34-37. Schirren S. 36-44. Koepke S. 80. Gutschmid S. 129, 130. Sybel, Königthum, S. 193. Mommsen, Praef. Jord. p. XXXVII. — Daß um 1200 jemand Blavius de gestis Gothorum aus der Bibliothek des Klosters Tegernsee verlangte (Pez, Thes. VI, 2, 53), erklärt sich wohl einfach aus der Lectüre des Jordanis. Die Meinung von P. Buchholz, daß Flavius Blondus den A. gekannt habe, widerlegt Mommsen.
[6] Diese Form wird man nach dem Veroneser Cod. saec. VII. der Complexiones vorziehen müssen, mit Maffei und Reifferscheid, SB. XLIX, 49. Auch Mommsen braucht sie (doch jetzt nicht mehr), während F. Rühl, Jahrb. f. Philol. 1880, S. 564, sich dagegen erklärt.
[7] Die Chronik des Cassiodorus Senator vom Jahre 519. Nach den Handschriften herausgegeben von Th. Mommsen. Abhandl. der königl. Sächs. Ges. der Wiss. VIII. 1861. — Zugesetzt sind die Consuln 520-559. Benutzt ist die Chronik nur von Hermanus Contractus aus der Reichenauer, von Marian und den Ann. S. Dysibodi aus der Mainzer Handschrift.
[8] Holder-Egger, NA. I, 247-250.
[9] Vgl. Thorbecke S. 43. Ueber ein ähnliches Verfahren in der Gothengeschichte s. G. Kaufmann, Forschungen VI, 464.
[10] Auch H. v. Sybel, der in seiner Abhandlung die entgegengesetzte Ansicht durchgeführt hatte, gab 1858 in der Hist. Zeitschr. II, 515 die Wahrscheinlichkeit der Beweisführung von Schirren und Koepke zu. Ihm folgt darin auch Bessell. Nur die Benutzung des Orosius hält Mommsen für Eigenthum des Jordanis, während er auf die von H. v. Sybel (Königth. S. 193) aufgestellte Behauptung, daß J. selbst die Reihe der Gothenkönige aus Ammian ergänzt habe, nicht Rücksicht nimmt. — Nach F. Rühl kannte auch Aethicus das Werk Cassiodors.
[11] „XII libris Gothorum historiam defloratis prosperitatibus condidisti.“ Bessells Deutung (Forschungen I, 639-643) „mit auserlesenem Glück geschrieben“, scheint mir unhaltbar, trotz Thorbecke's Zustimmung.