[12] Gutschmid S. 140 bemerkt, daß Cassiodor in diesen Worten Justins Vorrede nachgeahmt zu haben scheine.
[13] Tetendit se etiam in antiquam prosapiam nostram, lectione discens quod vix majorum notitia cana retinebat. Iste reges Gothorum longa oblivione celatos latibulo vetustatis eduxit. Iste Amalos cum generis sui claritate restituit, evidenter ostendens in decimam septimam progeniem stirpem nos habere regalem. Originem Gothicam historiam fecit esse Romanam, colligens quasi in unam coronam germen floridum, quod per librorum campos passim fuerat ante dispersum. Perpendite quantum vos in nostra laude dilexerit, qui vestri Principis nationem docuit ab antiquitate mirabilem, ut sicut fuistis a majoribus vestris semper nobiles aestimati, ita vobis regum (so statt rerum zu schreiben, scheint mir mit Gutschmid selbstverständlich) antiqua progenies imperaret.
[14] A litterarum penetralibus ejectus. Bessell S. 115 bemerkt richtig, daß damit seine Thätigkeit in der k. Kanzlei nicht wohl bezeichnet sein kann.
[15] S. Schirren S. 54. Koepke S. 209. Die von J. Grimm vertheidigte Identität kann als antiquirt betrachtet werden; ich begnüge mich, auf die Anm. v. Waitz zu verweisen, Verfassungsgesch. II, S. XIII, 2. u. 3. Ausg. I, S. 5.
[16] Mommsen, Praef. Jord. p. XLI.
[17] Diesen Gedanken hat R. Koepke lichtvoll entwickelt, Forsch. S. 89 ff. Die Art der Verknüpfung, das chronologische System von Cassiodors Gothengeschichte weist Gutschmid S. 141 ff. nach, nachdem er S. 133-140 den Stammbaum der Amaler behandelt hat. Er hält mit Schirren den Eutharich für keinen wirklichen Amaler und sieht in dessen Stammbaum einen Hauptzweck des Werkes; aber weshalb wurde dann Eutharich aus Spanien geholt, wenn nicht, weil er ein Amaler war? Dafür auch Thorb. S. 18-20. — Waitz, Nachrichten 1865 S. 101 vermuthet, daß Cassiodors Geschichte sich auf Theoderichs Regierung nicht erstreckte. Ihm stimmt Thorb. S. 45 bei.
[18] Das hat vorzüglich H. v. Sybel nachgewiesen und eben deshalb angenommen, daß die nicht als Amaler bezeichneten Gothenkönige erst von Jordanis eingeschoben sind.
[19] Die Historia tripartita, durch Epiphanius. Ueber dieses sehr mangelhafte Werk s. Ad. Franz S. 104-120.
[20] Thorb. S. 29-31. Sehr ausführlich Franz S. 35 ff.
[21] Sehr lehrreich sind auch seine Institutiones divinarum et saecularium litterarum. Ueber die verschiedenen Texte des zweiten Buches s. Laubmann in d. Münch. SB. 1878, II, S. 71-96.