[12] Hervorzuheben ist noch des B. Julian von Toledo Historia Wambae regis über den Aufstand des Herzogs Paulus von Narbonne und den Sieg des Königs 674. Duchesne I, 821 etc. Migne XCVI. Ebert S. 604. Ein gefeierter Schriftsteller, Apostel der Sueven in Gallicien, war der Pannonier Martin, gest. 580 als Bischof von Bracara (Braga). Seine culturhistorisch wichtige Schrift De correctione rusticorum hat 1883 Caspari mit gründlicher Einleitung über sein Leben herausgegeben. Vgl. Krusch, HZ. LII, 128-130. Ueber die neue Ausg. und die Hss. der Chronik des Isidorus Pacensis aus dem 8. Jahrh. s. P. Ewald, NA. X, 604.

[13] Isidori Hispalensis Opera ed. Arevalo, 1790-1803. 7 Bände in quarto. Vol. VII enthält die historischen Schriften. Migne LXXXI bis LXXXIV. Baehr, S. 221. Ebert S. 588-602.

[14] Ausg. von Arevalo, Vol. III. IV, von Otto in Lindemanns Corpus Grammatt. Vol. III. 1833. Migne LXXXII. Ueber die Quellen eine Gött. Diss. von Dressel, 1875. Die Benutzung der Prata Suetons (Suetonii Reliquiae ed. Reifferscheid 1860) ist stark überschätzt. Vgl. L. Traube, Commentationes Wölfflin. p. 198 ff.

[15] Bis era 654. Den Ursprung dieser spanischen, 38 a. C. beginnenden Zeitrechnung findet Joh. Heller in dem Anfangsjahr der Ostercyclen, Hist. Zeitschr. XXXI, 13-32. — Kurze Fortsetzung bis 877 MG. SS. XIII, 725.

[16] Gegen Büdinger, welcher Isidor für den Urheber derselben hielt, nachgewiesen von Ebert S. 233 u. 599, u. von H. Hertzberg in seiner Abh. über die Chroniken des Isidor, Forsch. XV, 289-360, wo auch die Quellen derselben nachgewiesen sind.

[17] Auch nicht die Recapitulatio, nach Hugo Hertzberg: Die Historien des Is. (Gött. Diss. 1874) mit genauer Analyse der Quellen, zu welchen vorzüglich auch die verlorene Geschichte des Bisch. Maximus von Zaragoza bis c. 620 gehört, aus welcher auch die Randglossen zum Victor Tunnunensis stammen (S. 65-72). Vgl. NA. IX, 244. Uebers. d. Volksgeschichten von D. Coste 1887, Geschichtschr. 10 (VII, I).

[18] Ueber die viel bessere gleichzeitige Handschrift in Admunt s. NA. II, 421.

[19] Der Name beruht nur auf der Ausgabe von Suffridus Petri 1580. Sicher ist er verschieden von dem bekannten Philosophen des Namens, s. Hauréau, Mém. de l'Acad. des Inscriptions XXX, II, 349-357.

[20] Alle zusammen gedruckt in J. A. Fabricius Bibliotheca ecclesiastica. Vgl. Baehr S. 228-245. Die gänzlich unzuverlässigen, zum Theil geradezu erfundenen Angaben des Trithemius sind lange Zeit ohne Prüfung angenommen und werden noch jetzt häufig unvorsichtig nachgeschrieben. Adolf Helmsdörffer in seinen Forschungen zur Geschichte Wilhelms v. Hirschau (Gött. 1874) S. 35 ff. weist sehr gut nach, wie Trithemius in seinen eigenen Schriften sich nicht gleich bleibt, die erfundenen Schriftsteller seiner Annales Hirsaug. in den älteren Verzeichnissen selbst nicht kennt. (Vgl. auch Silbernagel, Trith. 1885, über die Zusätze der Würzb. Hs. zu seinem Catalogus illustrium virorum.) Er verweist auf ein ungedrucktes Werk des Abts Andreas von Michelsberg Opus canonisatum de Ordine S. Benedicti, welches in Verbindung mit ihm steht (s. Arch. XI, 421-424). Nicolaus de Siegen in Erfurt in seinem Chronicon ecclesiasticum (ed. Wegele, Thür. Geschichtsquellen II, 1855) scheint ihn schon benutzt zu haben. Ein Congestus virorum illustrium Ordinis S. Benedicti von Petrus Gallus Wagner 1487 in St. Ulrich und Afra verfaßt, ist noch ungedruckt und scheint unabhängig zu sein. Das (werthlose) von Radulfus de Diceto seiner Chronik vorausgeschickte Verzeichniß seiner Gewährsmänner s. in der Ausg. von W. Stubbs, Lond. 1876, NA. III, 208.

[21] Entdeckt und herausgegeben von G. Schepss im Progr. des alten Gymn. in Würzburg 1889.