[7] s. Monod S. 81 ff. und über die Vita Aniani G. Kaufmann, Forsch. VIII, 130 ff. Dazu jetzt die Vorrede von Arndt. G. Kurth, Revue des Questions hist. XXIII, S. 385 ff. untersucht seine Quellen für die Gesch. Chlodwigs, nimmt Ann. Turonenses an und eine verlorene Vita Remigii. Letzteres bekämpft Hans v. Schubart: Die Unterwerfung der Alamannen unter die Franken (Strassb. 1884) und macht dagegen aus einer freilich fehlervollen Hs. in Montpellier eine bald nach Vedasts Tod (um 540) geschriebene Vita Vedasti bekannt, welche in Betreff der Bekehrung Chlodwigs Gregor benutzt hat, wenn er nicht aus derselben Quelle mit ihr schöpfte. — Die von Gr. benutzte, später von Hincmar interpolierte, Ven. Fort. mit Unrecht zugeschriebene, sehr magere Vita Remedii (= Remigii) Auctt. antt. VI, 2, 64-67.

[8] Neuerdings sind seine Nachrichten in diesem Sinne geprüft von Junghans, Die Geschichte der fränkischen Könige Childerich und Chlodovech kritisch untersucht, Gött. 1857, u. in der Bearbeitung von Monod; und von Ad. Gloël, Zur Geschichte der alten Thüringer, Forsch. IV, 195-240; dagegen L. Hoffmann, Zur Geschichte des alten Thüringerreiches, im Jahresber. d. höh. Bürgerschule zu Rathenow 1872, 4. — Die Vita Basini regis. ed. Guil. Cuper, Acta SS. Jul. III, 701, des Gründers von Trunchinium oder Dronghen bei Gent (vgl. Herm. Müller, Lex Salica, S. 128. Holtzmann, Ueber das Verhältniss der Malb. Glosse, S. 22) ist geschichtlich ganz unbrauchbar; erst sehr spät ist von ihm, u. als König noch später die Rede. s. H. W. Lippert, Beiträge zur ältesten Gesch. d. Thüringer, Zeitschr. d. Vereins f. thür. Gesch. XI, S. 292-302. XII, S. 91-96.

[9] „Quia philosophantem rhetorem intelligunt pauci. loquentem rusticum multi.“ Auch bei den Griechen war eine rhetorische Kunstsprache üblich; im Anfang des siebenten Jahrh. drang die vulgärgriechische Umgangsprache durch kirchlichen Einfluss in die Litteratur ein. Gelzer, HZ. LXI, 9.

[10] Ueber seine Bildung und Sprache vgl. Monod S. 110 ff. u. Bonnet. Die neue Ausgabe von W. Arndt läßt mit größerer Sicherheit seine Sprache erkennen, obgleich leider die ältesten Hs. nicht vollständig sind. Diese zeigen einen hohen Grad von Barbarei, welche sowohl alte Abschreiber als neuere Herausgeber bei Gregor und in den Heiligenleben fortwährend abgeglättet haben. Es mag noch in Betracht kommen, daß der Frankengeschichte die letzte Hand fehlt: doch bleibt es andererseits auch immer noch zweifelhaft, was gerade die ältesten Abschreiber schon angerichtet haben mögen.

[11] Die Grabschrift eines sonst unbekannten „Ebracharius heros“, der zur Zeit des etwas späteren Bischofs Chrodobertus 4 Klöster stiftete, bei De Rossi, Inscriptt. urbis Romae christ. II, 1, 69.

[12] W. Arndt HZ. XXVIII. O. Holder-Egger in der S. 57 angeführten Schrift. Rec. von J. J. M. im Lit. Centralbl. 1875 Sp. 1380, von W. Arndt, Jen. LZ. 1875 N. 48. Arndts Vorr. S. 22, wo auch noch annalistische Notizen aus der Auvergne und aus Poitiers vermuthet werden. Ueber Annalen von Tours s. oben [S. 97.]

[13] Florez, Esp. sagr. IV, 430-456; vom J. 379 an wieder abgedruckt bei Holder-Egger.

[14] Vgl. Holder-Egger im NA. I, 276-278.

[15] W. Arndt, Bischof Marius von Aventicum. Sein Leben und seine Chronik. Nebst einem Anhang über die Consulreihe der Chronik. Leipz. Habilitationsschrift 1875. Die falsche Jahreszahl 593 auf S. 13 hat der Verfasser selbst berichtigt. — Hierin ist die jetzt allein brauchbare Textausgabe nach der einzigen HS. enthalten, welche einst in St. Trond war, jetzt Brit. Mus. 16,974. Facs. in Arndts Schrifttafeln 16.

[16] Krit. Untersuchung der Quellen zur Geschichte Dagoberts I (Gött. 1868) S. 5.