[21] Vita S. Johannis Reomensis. Nach Fr. Stöber, Wiener SB. CIX, 319-398 ist es die unvollständig erhaltene des cod. Fossatensis, die anderen Versionen jüngere Bearbeitungen. Das. S. 330 (gegen A. Jahn) der Nachweis, dass die V. Romani abb. Jur. keine Fälschung, sondern echt und alt ist.

[22] MG. SS. II, 1-21 von Ild. v. Arx nach der von ihm wieder aufgefundenen Handschrift zuerst herausgegeben. Daraus Acta SS. Oct. VII, 860. Vgl. Stälins Wirt. Gesch. II, 167, Rettberg II, 40. Uebersetzung von Potthast, Geschichtschr. 12 (VIII, 1) 1888. Neue Ausg. von G. Meyer v. Knonau, in den Mitth. z. vaterl. Gesch. (S. Gallen 1870) XII, 1-61. Nach einem älteren Irrthum von Arx ist S. 16 die Feldflasche ascopa mit der Reliquiencapsel verwechselt. Der metr. Prolog bei Dümmler, Poet. Carol. II, 476, cf. 701.

[23] S. Weidmann, Gesch. d. Stiftsbibl. S. 485. Gust. Scherer, Verzeichniß der Handschriften S. 172-175.

[24] Schon Jodocus Metzler vermuthete ihn, doch ohne einen Beweis dafür zu geben; vgl. auch Mab. Anal. IV, 640.

[25] Mabillon, Acta SS. II, 511 aus Acta SS. Feb. III, 263.

[26] Mit Arbogast, Theodat und Hildulf soll Florentius zu Dagoberts Zeit aus Irland gekommen und Bischof von Straßburg geworden sein, das Kloster Haslach gegründet haben. Die Namen sind nichts weniger als irisch, die Legende, deren Wunder von anderen bekannten copirt sind, sehr jung und völlig unbrauchbar. Neue Ausgabe der Vita Florentii bei Ch. Schmidt, Histoire du Chapitre de Saint-Thomas de Strasbourg (1860), p. 283. Vgl. Rettberg II, 65. — Ueber das ganz unbrauchbare Leben Trudperts s. [Anm.→2] auf S. 122.

[27] Ich rechnete hierhin früher auch Fridolin, glaube aber jetzt, daß dies ein fränkisch umgemodelter Schottenname ist, da es von Columban Verse an einen Fedolius giebt, und auch Petrus Damiani Opp. II, 9 den Fredelinus in Poitiers als Schotten bezeichnet. Die Legende (Mone, Quellens. I, 1-16, alte Uebers. 99-111) aber gewinnt dadurch wenig, sie soll von Balther, einem Seckinger Mönch in einem unfindbaren Kloster Helera ad Musellam, auch einer Stiftung Fridolins zu Ehren des h. Hilarius, entdeckt und wegen Mangels an Pergament und Dinte auswendig gelernt, dann in Seckingen aufgeschrieben und mit einem zweiten Theil aus localer Tradition versehen sein. Ich kann darin nur eine Erfindung sehen, wie sie ähnlich auch sonst zur Einführung erdichteter Legenden vorkommen, und halte auch Balthers Namen und die Widmung an einen Notker für Fiction. Vgl. Rettberg II, 29. Stälin I, 166. — Von den Versuchen, die Legende ganz oder theilweise zu retten, erwähne ich Lütolf: Die Glaubensboten der Schweiz vor Gallus (Luc. 1871), S. 267 ff. Die Erwähnung einer Vita Fredelini in Poitiers bei Petrus Dam. Opp. II, 9, worauf hier Gewicht gelegt wird, ist merkwürdig; aber was von diesem gesagt wird, stimmt wenig zu unserer Legende. Seine Existenz und Herkunft sind allerdings jetzt besser festgestellt. Gegen G. Heer, der einen hist. Kern retten will (NA. XIV, 627), G. Meyer v. Knonau im Anz. f. Schw. Gesch. 1889, S. 377.

[28] Vgl. S. Riezler: Ueber die Entstehungszeit der Lex Bajuwariorum, Forsch. XVI, 409-446.

[29] Vgl. die Abhandlung von Blumberger: Ueber die Frage vom Zeitalter des heiligen Rupert, im Archiv der W. Ak. X, 329-368. Gegen die immer wiederholten Bemühungen, Rupert dem 6. Jahrh. zuzuweisen, habe ich mich in den Heidelb. Jahrbb. 1870 S. 24 ausgesprochen; mir zustimmend Riezler a. a. O. S. 418; auch Zillner, Streifzüge, in den Mitth. d. Ges. f. Salzb. Landeskunde 1878. Vgl. auch Hauck I, 337-342.

[30] Die Nachricht aus irl. Annalen von einem Fergil oder Feirgil, genannt der Geometer, der Abt von Aghaboe gewesen war, und im 30. Jahre seiner Bischofswürde in Deutschland 789 gestorben, ist ungenau. Zimmer, NA. XVII, 211.