[5] Diesen Petrus hörte Alcuin schon vor Karls Zeit in Pavia mit einem Juden disputiren: „Idem Petrus fuit qui in palatio vestro grammaticam docens claruit.“ Alc. ep. ap. Jaffé, Bibl. VI, 548; cf. Einh. V, Caroli c. 25. Damals (799) war er schon todt. Gedichte von Angilbert u. Karl an ihn nach seiner Heimkehr nach Italien hat Dümmler herausgegeben, Zeitschr. f. D. Alt. XVII, 141. 146; Poet. I, 75. 76. Wohl von ihm ist die lat. Grammatik eines Petrus Grammaticus bei H. Hagen, Anecdota Helvetica (Suppl. ad Keilii Gramm. lat.) S. 159-171. vgl. XCVI-XCVIII; Dümmler, Poet. I, 73. Seine Gedichte sind bei Dümmler S. 48-56 mit denen des Paulus Diac. verbunden, vgl. S. 29.
[6] Dümmler, Poet. I, 483; II, 694-697. Ich begnüge mich jetzt, auf diese so lange schmerzlich vermißte neue Ausgabe seiner Gedichte, mit dem Vorwort, zu verweisen, S. 437-581; ein Nachtrag NA. VII, 401. Vgl. Ebert II, 70-84, Traube, Karol. Dichtungen (1888) S. 66. 67. De Rossi bemerkt, daß I, 557 das Epit. Damasi papae, von ihm selbst verfaßt, irrthümlich unter Th's Gedichte gerathen ist. (NA. XI, 213). Anklänge an ältere Dichter bei ihm, Manitius, NA. XI, 561. Ein franz. Werk von Cuissard über ihn war mir nicht zugänglich.
[7] Poet. I, 493. Neue Ausg. v. H. Hagen in einem Berner Univ.-Progr. v. 1882, vgl. NA. VIII, 422.
[8] Theodulfi Opera ed. Sirmond, p. 1-28.
[9] Cap. 1. Ueber Donat, 816 Bischof von Fiesole, nachdem er vorher als Lehrer gewirkt hatte, s. Ozanam, Documents inédits p. 48-57. Seine Vita vollständig Acta SS. Oct. IX, 655-662.
[10] Ueber ihn und den Hibernicus exul, welcher ein leider sehr fragmentarisch erhaltenes Gedicht auf Tassilo's Abfall an Karl richtete, s. Dümmler, NA. IV, 142. 254-256; Poet. I, 393-413. II. 664. Traube, „O Roma nobilis“ (Abb. d. Münch. Ak. I Cl. XIX, 2, S. 332-337). [←]
[11] Zuerst in H. Hagen's Carmina Medii Aevi (Bernae 1877) p. 116 bis 124; jetzt bei Dümmler, Poet. I, 149-159. Einige Anklänge nachgewiesen von Manitius, NA. XI, 558.
[12] Ausg. von G. Parthey, Berl. 1870. Benutzung der Mensuratio orbis, Traube, Münch. SB. 1891 S. 407. Vgl. Dümmler, NA. IV, 256 u. Poet. I, 666; auch Zimmer: Ueber die frühesten Berührungen der Iren mit den Nordgermanen, Berl. SB. 1891 S. 279 ff.
[13] Er erscheint von 754-760 als Schreiber in der bischöflichen Kanzlei; als Freund der Franken fiel er gegen das Ende der Regierung Tassilo's bei ihm und Liutbirg in Ungnade, s. Graf Hundt, Ueber die Bayr. Urkunden aus der Zeit der Agilolfinger, Abh. d. Ak. III. Cl. XII, 182. 186, und was aus seinem Nachlaß im 44. u. 45. Jahresbericht des hist. Vereins von Oberbayern (1883) S. VII-XVII aus einer unvollendeten Abhandlung über Arbeo mitgetheilt ist. — Fabelhaft und von dürftigem Inhalt ist die Vita Gamulberti, eines Gutsherren und Pfarrers aus Pippins Zeit in Michelsbuch, unweit des Einflusses der Isar in die Donau, Acta SS. Jan. II, 591-595, doch dürfte vielleicht aus den alten Hss. in München und Admunt eine bessere Form zu gewinnen sein.
[14] Ueber beide s. Meichelbecks Historia Frisingensis; über Leidrad Baehr S. 361, Graf Hundt a. a. O. S. 181; seine Schriften gesammelt bei Migne XCIX, 853-886. Giesebrecht erinnert dabei auch an jenen alten Agilolfinger Wicterb, Bischof und Abt von St. Martin zu Tours, der 754 jam senex, puto nonagenarius aut supra, dolentibus membris et caliginantibus oculis ein geistliches Werk für einen Regenten, doch wohl Tassilo, abschrieb und unermüdet weiter schrieb, bis er 756 starb. Rettberg II. 269. Daß er Abt zu Tours war, darf nach der Notiz im Cod. Masciac. der Ann. Petav. (MG. SS. III, 170) nicht bezweifelt werden; auch hatte damals dieses Kloster seinen eigenen Bischof (Gallia christ. XIV, 153), so daß er unter die Regensburger Bischöfe wohl nur durch Mißverständniß gerathen ist, und durch ein ähnliches Mißverständniß auch an die Spitze des erst spät zusammengestellten Verzeichnisses der Aebte von Groß Sanct Martin in Coeln. — Ein merkwürdiges Schreiben eines (Irländers?) Clemens an Tassilo, den bair. Episcopat u. Adel in Bezug auf die Eroberung und Bekehrung der Carantanen hat Zierngibl in d. Neuen hist. Abh. d. baier. Akad. I, 246 herausgegeben, und Riezler, Gesch. Baierns I, 155, zuerst benutzt.