Von den vielen glücklichen Heilungen, die mir in meiner eigenen Praxis vorgekommen sind, will ich hier nur die erste anführen.
Sie trug sich mit einem jungen Manne zu, der seit sechs Monaten den Krebs an der Nase hatte. Als er zu mir kam, waren bereits alle gewöhnlichen Mittel von ihm durchgebraucht worden, jedoch ohne den geringsten Erfolg. Seit den letzten zwanzig Tagen waren die Schmerzen unerträglich geworden, er hatte kein Auge mehr zugethan, und fühlte besonders einen immer heftiger werdenden Schmerz im Halse und unter dem einen Ohr. Ich ließ ihm sogleich die Wunde und den ganzen Kopf mit dem Medicament waschen, wonach er vortrefflich schlief. Am nächsten Morgen bekam er zwei Eßlöffel voll des Medicaments mit heißem Wasser gemischt, den Tag über wurde die Wunde drei Mal damit ausgewaschen und sonst mit einem angefeuchteten Läppchen bedeckt; am Abend dieses zweiten Tages wurde der Kopf nur eingerieben, am dritten Abend aber noch ein Mal ganz gewaschen, und dann nur regelmäßig mit Einreiben, Einnehmen und Auswaschen der Wunde fortgefahren. In vier Wochen war der Kranke vollständig geheilt.
Hierauf kamen gleich nach einander sechs mit Krebsschäden heimgesuchte Personen zu mir, und wünschten geheilt zu sein. Drei Schäden waren schon ziemlich alt, zwei andere erst im Entstehen, — alle fünf wurden ganz schmerzlos in der angegebenen Weise geheilt. Das sechste Individuum gehörte der begüterten Klasse an und hatte einen Arzt mit einem »bedeutenden Ruf.« Als seine Wunde mit dem Medicament gewaschen wurde, fing sie an, heftig zu bluten, welches ich für sehr wohlthätig hielt, da er sich bedeutend erleichtert fühlte, als das Bluten aufgehört hatte. Die Freunde des Patienten waren jedoch anderer Meinung; sie riefen seinen Arzt und Chirurgus, die entrüstet und einmüthig erklärten, seine Schwelle nicht wieder zu betreten, wenn von meinem Mittel noch ferner die Rede wäre. Er versprach, es nicht mehr anzuwenden, und hat wahrscheinlich auch Wort gehalten, denn bald darauf war er todt. Die andern fünf Patienten sind gesund und leben heute noch.
Lungenentzündung.
Diese gefährliche Krankheit wird stets dadurch gehoben, daß man dem Patienten den oberen Theil des Kopfes mit dem Medicament einreibt, ihm den Tag über zwei bis drei Mal in der bekannten Quantität und Mischung davon eingiebt, und ihm einen damit angefeuchteten Lappen auf die Stelle legt, wo er die meisten Stiche und Schmerzen fühlt; denn es ist gerade eine Haupteigenschaft des Medicaments, alle Entzündungen zu heben.
Schwindsucht.
Ich zweifle nicht im geringsten daran, daß die meisten Schwindsüchtigen gerettet werden könnten, wenn ihnen eine gewisse Zeit lang im ersten Stadium ihrer Krankheit täglich ein Mal Kopf und Brust mit dem präparirten Franzbranntwein eingerieben würde, und sie täglich ein bis zwei Löffel davon, mit heißem Wasser gemischt, einnähmen. Ich will nur zwei Beispiele fast wunderbarer Heilung dieser oft für unheilbar geltenden Krankheit anführen, von denen das eine in Frankreich, das andere auf der Insel Man vorgekommen ist.
Im Juli des Jahres 1838 wurde ich zu einem jungen Mann, dem einzigen Sohn einer Wittwe, gerufen, der, wie die Leute sagten, auf dem Sterbebette lag, und nur noch von seinem Lager fortgetragen wurde, wenn man es auflockern und »machen« wollte. Die Anwendung meines Mittels schien mir schon zu spät; da dies Mittel jedoch in keinem Fall Schaden anrichten kann, so wollte ich es an einem Versuch nicht fehlen lassen, und verfuhr wie folgt:
Zuerst wurde ihm der obere Theil des Kopfes gut und hinreichend mit dem präparirten Franzbranntwein gewaschen, — unmittelbar darauf bekam er zwei Eßlöffel davon, mit vier Eßlöffel heißen Wassers gemischt, zu trinken, und endlich ward ein weiches leinenes Tuch in die Flüssigkeit getaucht, zwei Mal zusammengefaltet und ihm auf die Brust gelegt, und zwar, um auf den furchtbaren Husten zu wirken, von welchem er häufige und erschütternde Anfälle, bei hartem und gelbem Auswurf, zu erleiden hatte. Ich verordnete außerdem noch das gewöhnliche Einnehmen eine Stunde vor dem Frühstück, und verließ ihn mit der Ermahnung an seine Mutter, in der angegebenen Art ruhig fortzufahren. Ich fragte jeden Tag an, ob keine günstige Veränderung eingetreten sei, erhielt indeß immer »Nein« zur Antwort, und gab ihn schon auf. Endlich sagte er mir, er huste zwar noch, aber nicht mehr so schmerzbar, und der Auswurf sei weiß und schaumig geworden. Ich ließ die Kur in der angefangenen Weise fortsetzen. Sechs Tage nachher erzählte er mir, er habe einen solchen Hunger, daß er glaube, Alles essen zu können. Er bekam hierauf zu essen, gewann Kräfte, stand endlich auf und besuchte seine Nachbaren. Bald nachher fühlte er aber einen heftigen Schmerz in der Seite; es bildete sich ein Geschwür und eine heftige Entzündung aus. Durch Auflegung eines mit dem Medicament angefeuchteten Tuches legte sich Schmerz und Entzündung, und das Geschwür brach in Zeit von einer Woche auf. Mit der bedeutenden Absonderung von Eiter verschwand auch der Husten, er behielt seinen Appetit, kam immer mehr zu Kräften und brauchte unser Mittel weiter. Ein Arzt aus der Umgegend erklärte ihn für gerettet; leider mußte ich Frankreich verlassen, bevor noch das Geschwür zugeheilt war; doch habe ich bis jetzt nicht erfahren, daß er einen Rückfall bekommen hätte.
Ueber das andere Beispiel von Heilung der Schwindsucht durch unser Mittel, möge ein öffentliches Blatt — „Mans Liberal“ — sprechen, welches, wie folgt, darüber berichtet: