Wespen- und Bienenstiche.
Man reibe die schmerzende Stelle unmittelbar nach dem Stich mit dem Medicament ein, ehe noch Geschwulst eintritt. Der Schmerz läßt auf der Stelle nach; hat man es aber zur Geschwulst kommen lassen, so muß man die Einreibungen fleißig wiederholen.
Die Rose und alle Arten von äußerlichen Entzündungen.
Diese Uebel werden sämmtlich durch bloße Einreibungen geheilt, und die Wirksamkeit des Mittels gegen Entzündungen hat sich an Hunderten von Beispielen erwiesen. Ein Prediger aus dem Norden von England hat die Güte gehabt, uns einen Fall dieser Art mitzutheilen, den wir hier in seinen eigenen Worten wiedergeben.
»Als ich neulich eines Geschäftes halber bei meinem Nachbar einsprach, fand ich seine Frau in einem höchst beklagenswerthen Zustand; sie wußte sich vor Schmerzen nicht zu lassen, — der eine Arm und die Hand waren feuerroth und stark angeschwollen, — sie hatte die Rose am Arm. Sie erzählte, daß sie zwei Nächte schon kein Auge zugethan, und zwar vom Arzte etwas Abzuführen, jedoch nichts Aeußerliches gegen diese Entzündung bekommen habe. Ich bat um Erlaubniß, ihr helfen zu dürfen, was sie mit Freuden gestattete. Demnach schickte ich nach dem präparirten Franzbranntwein, der nie in meinem Hause ausgeht, seit ich seine Heilkräfte kenne, und mit einem Tassenkopf voll davon wusch und rieb ich ihr Hand und Arm etwa 10 Minuten lang. Die Wirkung grenzte an das Wunderbare, und die Kranke war entzückt vor Freuden über die plötzliche Linderung. Dieses geschah um zehn Uhr Vormittags. Nach Tische kam ich wieder, um mich nach dem Befinden der Kranken zu erkundigen: — sie war fest eingeschlafen. Am Abend wurde die Einreibung wiederholt, und den folgenden Tag Morgens und Abends damit fortgefahren; in noch nicht achtundvierzig Stunden war der Arm vollständig wieder hergestellt.«
Ein Beispiel von einer durch das Mittel geheilten heftigen Entzündung am Bein macht der Patient, ein Herr I. H. Ballance, in einem Briefe an den Herausgeber des „Leeds Intelligencer“ selbst bekannt. Es heißt darin:
»Ich litt an einem bösen, entzündeten Bein, welches seit sieben bis acht Monaten aller ärztlichen Hülfe Trotz geboten, so daß man schon anfing, von Amputation zu sprechen, in die zu willigen ich nicht abgeneigt war, um mich nur endlich von den unerträglichen Schmerzen befreit zu fühlen. In dieser peinlichen Lage erfuhr ich durch ein öffentliches Blatt die von Herrn Lee entdeckten Heilkräfte des mit Salz gemischten Franzbranntweins. Ich machte einen Versuch mit der Anwendung, der über Erwarten gut ausfiel. Die Entzündung legte sich und in vier Wochen war ich geheilt, so daß ich wieder meinen Geschäften nachgehen konnte. Ich habe es für meine Pflicht gehalten, dies hiermit öffentlich bekannt zu machen.«
Tic douloureux.
Dies schmerzhafte Uebel wird durch die Anwendung des Medicaments stets gelindert, und wenn es im Gesicht seinen Sitz hat, gewöhnlich ganz gehoben. Man reibe zunächst den obern Theil des Kopfes mit dem präparirten Franzbranntwein ein, fülle sich dasjenige Ohr damit, dem der Schmerz zunächst ist, und lasse das Ohr zehn Minuten angefüllt; hierauf reibe man den Theil ein, welcher durch die krampfhaften und schmerzhaften Zuckungen heimgesucht ist. Sollte sich hiernach die erwünschte Wirkung noch nicht eingestellt haben, so nehme man, außer den täglich zwei bis drei Mal zu wiederholenden Einreibungen, noch jeden Morgen zwei Eßlöffel voll, mit heißem Wasser verdünnt, ein, und fahre damit zwei Wochen fort. Der Erfolg ist gewiß.