Dieser feindliche Artikel veranlaßte mich nun, meine begonnene Wirksamkeit in England sowohl als in Frankreich fortzusetzen, und die Wirkungen eines Mittels bei der Anwendung gegen die verschiedenartigsten Krankheiten zu beobachten. Endlich fühlte ich mich im Jahre 1840, also nach zehnjähriger, beinahe täglicher Praxis, veranlaßt, meine Erfahrungen zu gegenwärtiger kleiner Schrift zusammen zu stellen, und dem Druck zu übergeben. Man findet in derselben:

1) die Bereitung des Mittels;

2) die Anwendung desselben;

3) ein Verzeichniß derjenigen Krankheiten, welche oft und sicher durch das Mittel geheilt worden sind.

Der Inhalt dieser kleinen Schrift ist so einfach wie das Mittel selbst, und vorzüglich darauf berechnet, meine unbemittelteren Mitmenschen mit einem Medicament bekannt zu machen, mit welchem versehen sie in den meisten Fällen einen kostspieligen Arzt entbehren können, einem Medicament, das immer lindert, in den im Verzeichniß angeführten Krankheiten stets hilft, und das, selbst falsch angewendet, niemals schadet, was vielleicht von wenig Arzneimitteln gerühmt werden kann.

Zubereitung des Medicaments.

Keine Zubereitung ist einfacher als die unsers Mittels. Man nehme, je nachdem man viel oder wenig zu gebrauchen gedenkt, eine sorgfältig gereinigte größere oder kleinere Flasche, und fülle sie drei Viertel voll mit echtem, reinem Franzbranntwein; hierauf schütte man so viel gewöhnliches, jedoch vorher an der Sonne oder auf dem Ofen getrocknetes und fein gestoßenes Kochsalz hinein, daß der Franzbranntwein beinahe bis oben an den Pfropfen steigt, und dann pfropfe man die Flasche zu und schüttle das Ganze tüchtig durcheinander. Hierauf stelle man die Flasche ruhig hin und warte, bis sich das Salz gesetzt hat und der Franzbranntwein wieder klar geworden ist, welches nach zwanzig bis dreißig Minuten geschieht, und das Mittel ist zu jeglichem Gebrauch bereit.

Man hüte sich, vor dem jedesmaligen Gebrauch des Medicaments die Flasche umzuschütteln, wie dies bei andern Medizinen wohl zu geschehen pflegt; dadurch würde man die unaufgelösten Salztheile mit in die Wunden oder auf die Haut bringen, welches nur Schmerzen verursacht und die Heilung nicht beschleunigt. Ist der auf diese Weise zubereitete Franzbranntwein verbraucht, so gieße man, mit Beibehaltung des ersten Bodensatzes von Salz, die Flasche wieder voll, schüttele das Ganze tüchtig um, und lasse es wieder ruhig stehen, bis es klar geworden.

Mit anderem Spiritus als mit Franzbranntwein erhält man ein unwirksames Mittel.

Anwendung des Medicamentes.