Kauffmann.
O ich bitte euch, laßt mich's sehen—Für den Lord Timon, mein Herr?

Juweelen-Händler. Wenn er es so hoch bezahlt als es geschäzt ist; doch was das betrift —

Poet.
Wenn wir um Lohn den Lasterhaften singen,
So wird auch des Gerechten Lobes Glanz
Dadurch beflekt, das wir der Tugend bringen—

Kauffmann

(indem er das Juweel betrachtet.)

Es ist schön geschnitten.

Juweelen-Händler.
Und reich; was das für ein Wasser ist! Seht ihr?

Mahler (zum Poeten.) Mein Herr, ihr seyd, däucht mich, im Enthusiasmus, über irgend einem Werk, das diesem grossen Mann gewidmet werden soll.

Poet. Es ist eine Kleinigkeit, die mir in einer müssigen Stund' entgangen ist. Unsre Poesie ist wie ein Gummi, das daher entspringt, woher es genährt wird. Das Feuer in dem Kiesel zeigt sich nicht eher bis es herausgeschlagen wird; unsre anmuthige Flamme entzündet sich von selbst, und überströmt wie ein reissendes Wasser jeden Damm, der sie einzwängen will. Was habt ihr hier?

Mahler.
Ein Gemählde, mein Herr—Wenn kommt euer Werk ans Licht?