Der zerbrochene Mond war in seine Stirn geätzt. Kometen neigten sich und sprangen wie Blumen um seinen Erdenwandel.

In seinem Blick wohnte die Güte. Aus seinen Wunden träufelte die Erkenntnis. Aus wehen Händen schüttelte er unendliche Verzeihung.

Da wurde vor ihm die blasse Blumenverkäuferin zur Madonna. Der heisere Schrei des Maklers duckte sich zum Gebet. Der graue Schaffner wandelte als ein Herrgott durch seinen Omnibus.

Am Tage, als das goldene Vlies über der Erde wogte, verstummte die Klage der tiefen Menschen. Das Lied der kleinen Plätterin wurde freudiger. Die Bitte des Bettlers klang ganz erlöst.

Die Blinden glaubten, sein Schimmern im Abendgold zu sehn. Die Sterbenden hofften, er sei das Tor in die Ewigkeit.

Smaragden rieselten die Kiesel hinter seinem Fuß. Betende Frauen im blauen Gewand waren die Schatten seiner Glorie. Er trug ums Haupt eine Krone von blauen Schwalben.

Als der Mensch zurückkam mit dem goldenen Vlies, war Friede auf Erden.

DIE ALPENPASSION

I.
FLUCHT

FLORIAN: