[386] In 1871 the number of newspapers passing by post was 203 millions, and the average postage 87/100 pf. per copy.
[387] Reichstag, Official Reports, vol. iv. pp. 2923-4: "Seit 20 Jahren ist im Reichstag sowohl als auch in der Budgetkommission erneut die Forderung aufgestellt worden, es soll ein anderer Tarif aufgestellt werden. In der Budgetkommission ist namentlich in den letzten zehn Jahren von den verschiedensten Parteien anerkannt worden, dass die Post bei der Beförderung der Zeitungen thatsächlich mit Verlust arbeitet, und dass demzufolge seitens der Zeitungen eine höhere Gebühr entrichtet werden müsste. Ich kann den Herren nur das Beispiel, welches in der Budgetkommission des öfteren erläutert worden ist, wieder vorführen. Wir befördern rund 400 Millionen Drucksachen; für diese, 400 Millionen Drucksachen nehmen wir 15 Millionen ein. Demgegenüber stehen eine Milliarde Zeitungsexemplare und eine Einnahme von noch nicht 5 Millionen."—Von Podbielski (Postmaster-General), 21st November 1899.
[388] "Es musste ein Tarif gefunden werden, der auf dem Grundsatz der Abwägung der Leistung und Gegenleistung beruht, der der Postverwaltung eine mässige Mehreinnahme wenigstens für die Zukunft, wenn auch nicht für die unmittelbare Gegenwart sichert."—Dr. Oertel, 15th November 1899; Reichstag, Official Reports, vol. iv. p. 2801.
[389] Von Podbielski, 21st November 1899; Reichstag, Official Reports, vol. iv. p. 2924.
[390] "Die Inseratenpresse macht eine sehr starke Konkurrenz auch der Provinzialpresse, der kleinen Presse. Die erstere hat langsam den Abonnementspreis so weit herabgedrückt, dass schliesslich die Provinzpresse, wenn sie nicht zu Grunde gehen wollte, gleichfalls mit einer Ermässigung des Abonnementspreises hat vorgehen müssen, mit einer Ermässigung, die sich wirthschaftlich nicht aufrecht erhalten lässt. Die Abonnementspreise sind hier und da so niedrig geworden, dass manche Verleger wohl Ursache gehabt haben, zu schreien, man möge ihnen seitens der Post durch einen gerechten Tarif entgegenkommen, um die furchtbare Konkurrenz in etwas zu mildern."—Abgeordneter Dietz, 15th November 1899; Reichstag, Official Reports, vol. iv. p. 2799.
[391] "Der Zonentarif ist meiner Ansicht nach vollkommen gerechtfertigt auch vom Gesichtspunkte der Leistung und der Gegenleistung aus. Die kleine Provinzpresse bleibt auf einen kleinen Verbreitungsbezirk beschränkt, und dort ist sie in vielen Exemplaren an einem und demselben Orte verbreitet. Die grosse Presse dagegen geht in einzelnen Exemplaren durch das ganze Reich, sie verursacht demgemäss der Post bedeutend mehr Kosten und Lasten, mehr Arbeit als die kleine Presse. Der Herr Staatssekretär des Reichspostamts hat das in der Kommission selbst zugeben müssen. Er wies z. B. darauf hin, dass schon jetzt durch die grosse Anzahl von Blättern, welche von Berlin aus in die Provinz hineingehen, die Post gezwungen wäre, tagtäglich einen Extrapostwagen zu stellen, welcher lediglich Zeitungen von hier nach Köln mit der Eisenbahn befördert; die Beförderung dieses einen Wagens koste der Post 120,000 Mark. Bei dieser Beförderung kommt aber im grossen und ganzen nur die grosse oder die farblose Presse, welche zu einem billigeren Preise gegeben wird, in Betracht. Die kleine Provinzpresse macht der Post nicht derartige Ausgaben, wie ich bereits vorhin betont habe. Daher erscheint es angebracht, dass wir zwei Zonen schaffen, dass die Zeitungen in der ersten Zone zu einem billigeren Satze versendet werden als diejenigen in der zweiten Zone."—Dr. Marcour, 15th November 1899; Reichstag, Official Reports, vol. iv. p. 2796.
[392] Von Podbielski, 15th November 1899; ibid., vol. iv. p. 2797.
[393] Statute of 20th December 1899:—
"(a) 2 Pf. für jeden Monat der Bezugszeit.
"(b) 15 Pf. jährlich für das wöchentlich einmalige oder seltenere Erscheinen, sowie 15 Pf. jährlich mehr für jede weitere Ausgabe in der Woche.