„O doch,[3] es ist noch Krieg, ich aber bin heimlich fort aus Liebe zu Dir, Pauna.“
„Aus Liebe zu mir?“ Pauna lachte rauh und kurz auf. „Glaubst Du denn, daß es mich freut, einen Fahnenflüchtigen zum[4] Geliebten zu haben? Geh mir aus den Augen!“
„Aber Pauna! Ist das Deine ganze Liebe? In den Tod, ins Verderben schickst Du mich!“
„Geh, wohin Du willst, aber das sage ich Dir, nie werde[5] ich Dein Weib; denn meinen Mann verachten zu müssen, das ertrage ich nicht!“
„Du hast einen andern gern!“
„Nein, Tannas, Dich allein, Dich habe ich gern und habe Nächte um Dich gewacht; das[6] aber hat mir nicht geträumt, daß ich einen Feigling zum Schatz habe!“ Pauna begrub das[7] Gesicht in die Hände und weinte.
„Ich dachte, Du würdest mich mit Freuden aufnehmen und mich bei Dir verbergen!“
„O, Schande!“ rief das junge Mädchen. „O die Schande, daß ich mich Dir verlobt,[1] aber ich sage Dir, eher soll der Bucegi[2] brennen, ehe ich Dein Weib werde!“
„Und ich sage Dir,“ rief Tannas, „Du sollst mich nicht wiedersehen, bis ich ein Krüppel bin oder tot!“
In diesem Augenblicke standen sich[3] die beiden jungen Leute mit so funkelnden Blicken gegenüber, daß ihre Augen im Dunkel leuchteten.