Die Webseite der Bibliothek des Instituts Pasteur ist vor allem eine Serviceleistung für die MitarbeiterInnen und ForscherInnen des Instituts Pasteur. Die Seite bietet den Zugang zu den modernen dokumentarischen und bibliothekarischen Hilfsmitteln an, die heute für eine Institution in dieser Grösse unentbehrlich geworden sind: bibliographische Datenbanken, Bibliothekskatalog, Dokumentbestellung und vor allem der Zugang zu den Volltexten von über 100 elektronischen Zeitschriften. Die Webseite ist gleichzeitig auch ein Schaufenster unserer verschiedenen Dienstleistungen auf dem Campus des Instituts, aber auch in ganz Frankreich und im Ausland. Weiter dient sie vor allem der Kooperation im dokumentarischen Bereich mit anderen Instituten des weltweiten Pasteurnetzes. Schließlich versuche ich aus unserer Homepage einen an unsere Bedürfnisse angepassten Ausgangspunkt zur Entdeckung und zur Anwendung des Internets zu schaffen. Die Webseite besteht in ihrer jetzigen Form seit 1996 und ihre Benutzerzahl wächst stetig.

= Können Sie Ihr Berufsleben beschreiben?

Ich entwickle und unterhalte die Seiten des Servers. Weiter bin ich für die Ausbildung der BenutzerInnen verantwortlich, was man auch auf meinen Seiten spürt… Das Web ist für die Ausbildung eine hervorragende Unterstützung, und heute beziehen die meisten der Überlegungen bezüglich der Ausbildung der BenutzerInnen dieses Instrument mit ein.

= In welchem Ausmaß hat das Internet Ihr Berufsleben verändert?

Wir werden je länger je mehr Vermittler und vielleicht etwas weniger Konservatoren. Meine jetzige Berufstätigkeit ist für diese neue Situation typisch: zum einen den Weg für einen schnellen Zugang zur Information bereiten und wirksame Kommunikationsmittel schaffen. Zum anderen die BenutzerInnen in der Anwendung dieser neuen Werkzeuge schulen.

= Wie beurteilen Sie die Zukunft?

Ich glaube, daß die Zukunft unseres Berufes durch die Zusammenarbeit und durch die Nutzung der gemeinschaftlichen Ressourcen bestimmt werden wird. Dies ist zwar ein altes Projekt, aber zum ersten mal werden jetzt endlich die Mittel dafür zur Verfügung gestellt.

Was mein persönliches Berufsleben betrifft, so hoffe ich vor allem, daß das Internet mir eines Tages erlauben wird, zu Hause zu arbeiten, wenigstens teilweise. Das würde mir pro Tag zweieinhalb Stunden Arbeitsweg ersparen…

= Was halten Sie von den Diskussionen über das Autorenrecht im Web?

Ich verfolge diese Diskussionen nicht. Aber ich glaube, es wird schwer werden, den Gemeinschaftssinn aufrechtzuhalten, welcher ja die Grundlage der Entstehung des Internets war.