Was nährst für Hoffnung du? Was mehr erwartest du?

Was bringst du nicht dein Leid schnell durch den Tod zur Ruh?

Wo sind die Pfeile schnell oder der Bogen hin,

Der nie gefehlt, Phoebus und Göttin-Rächerin?

Aus Zorn (denn sie trägt Schuld), wenn nicht aus Mitgefühl,

Setzt ihrer Qual, bei Gott, der kläglichen, ein Ziel! —

Ein neues Strafgericht brach auf die Stolze ein:

In ihrem Mutterschmerz ward Niobe zu Stein,

Und auf dem Sipylos als ew’ges Marmorbild

Steht sie, doch lebt ihr Weh auch unterm Stein verhüllt,