„Ja, ich beschäftige mich seit einigen Monaten mit Marx.” Theodor liebte die verblüffenden Lügen. So erreichte er, daß der andere durch das Staunen gar nicht zur Ungläubigkeit kam, sondern eher zum Respekt.

„Wie kommst du auf Marx?”

„Es sind richtige Sachen bei diesem Kerl. Er hat eine Nase gehabt. Und außerdem soll man den Feind kennen, ehe man ihn bekämpft.”

„Du willst also gegen ihn schreiben?”

„Schreiben?! Die Zeit ist vorbei! Das überlasse ich dir. Unser neues Geschlecht kennt Taten!”

„Was sind Taten?”

„Was man mit Kopf und Hand ausführt. Zum Beispiel: Ordnung in Deutschland machen, die Regierung stürzen, die Bolschewisten und die Juden aller Parteien verbannen, Freudenfeuer anzünden und den Krieg erklären!”

„Sprichst du im Namen eures Vereins?” fragte Paul.

„Immer”, erwiderte Theodor. „Bei uns gibt es keine verrückten Einzelgänger wie du. Wir werden keinen Krieg mehr verlieren.”

„Machst du mir die Niederlage zum Vorwurf?”