„Ich dachte, du würdest eine mitbringen und Theodor eine, dann hätten wir schon zwei.”
„Ich gehe eine kaufen.”
Als Paul zurückkam, lag ein Telegramm auf dem Tisch: „Robert kommt Mittwoch. Küsse. Lina.”
Da war noch Robert. Paul hatte ihn fast vergessen. Was sollte jetzt mit diesem Rittmeister geschehen?
„Man wird ihn ins Geschäft nehmen müssen”, meinte Frau Bernheim. „Er versteht aber nichts davon.”
„Macht nichts, er wird sich einarbeiten! Ein Mann wie er!”
Frau Bernheim hatte nicht aufgehört, die Männer nach ihren körperlichen Fähigkeiten zu beurteilen. Sie liebte ihren Schwiegersohn. „Er ist eine repräsentative Erscheinung — auch in Zivil sieht er aus wie ein Reiter.” Paul dachte nicht ohne Bitterkeit an die Kavallerie, bei der er nicht hatte bleiben dürfen. Diese Kavallerie war schuld an seiner Begegnung mit Nikita, an seiner langen Krankheit. Er sagte nichts gegen Robert. Ja, als der Schwager kam, wurde er sogar freundlich. Es war eigentlich ein netter, harmloser Mann. Er trug nur ein schauderhaftes Zivil. Eine viel zu dicke Krawatte und einen viel zu kleinen und dunkelgrünen Hut. Paul beschloß, Robert zuerst zum Schneider zu führen, in einen Hutladen und zu einem guten Friseur.
Den mondän gewordenen Rittmeister setzte er in die Bank. Er war schließlich froh, daß dieser Schwager lebte. Ein zuverlässiger Mann.
Paul nahm den sogenannten „Außendienst” in die Hand. Unter „Außendienst” verstand er Reisen. Schließlich mietete er eine Wohnung in Berlin. Er kam nur einmal in der Woche in die Bank.