— Ich will Dich ja gar nicht düpieren. Du glaubst mir also nicht? Du traust mir nicht? Hör’ Agaj, hörst Du nicht in meiner Stimme diesen entsetzlichen Ernst? Warum wehrst Du Dich? Warum willst Du nicht zugeben, dass Du mich liebst? Hast Du mir nicht gestern gesagt, dass Du beinah verrückt geworden bist, als ich im vorigen Jahre nach dem Ausland zurückkehrte? Und glaubst Du, ich weiß es nicht, dass Du der Mutter das Geld gestohlen hast, um es mir zuzuschicken, als ich in Not war?... Tut das eine Schwester? Warum? Warum willst Du es verleugnen, dass Du mich liebst?

— Ich liebe Dich, wie man einen Bruder liebt, nicht mehr, sagte sie abweisend.

— Ha, ha, ha, liebt man so einen Bruder? Das musst Du einem Kriminalpsychologen erzählen... Warum wurdest Du jetzt so leichenblass, warum zittern Deine Hände? Und Du trinkst viel, damit es Dir nur nicht bewusst wird, was ich sage. Quäl’ mich doch nicht...

Er wurde ernst, sein Körper bebte.

— Qual’ mich nicht! Ich bin so unerhört glücklich über Deine Liebe... Ich — ich... seine Stimme senkte sich bis zum kaum hörbaren Flüstern... Du, Agaj, es ist etwas Sonderbares in mir vorgegangen...

— Ich liebe Dich! keuchte er plötzlich und seine Stimme brach.

Es entstand eine lange Pause. Das Schweigen dauerte ungewöhnlich lange.

— Hast Du es nun begriffen? flüsterte er leise.

Sie antwortete nicht.

— Gestern brach es durch in meiner Seele... Du warst bei mir in der Nacht... Du bist nicht mehr meine Schwester...