Er kam zu sich. Eine kalte, trockene Klarheit fühlte er in seinem Kopfe, wie Wetterleuchten zuckte wieder der stille Triumph der blutenden befreiten Seele auf.
— Ich danke Dir, dass Du jetzt endlich ehrlich bist... Du hast Recht... Nie werd’ ich mehr darüber sprechen, noch Dich berühren.
Er sah nur die Krampe ihres Hutes. Ihr Kopf war tief gesenkt und die Hände in den roten Handschuhen weit über den Tisch gestreckt.
— Vielleicht sollen wir den Menschen aufsuchen, den Du mir zur Unterhaltung geschickt hast?
— Nein!
— Dann wollen wir andere Menschen aufsuchen.
— Nein!
Lange Pause. Er war ganz ruhig. Sein Fieber war mit einem Mal verschwunden. Er war wie von einem Bann erlöst.
— Nun, sieh doch auf! sagte er freundlich nach einem langen Schweigen. Jetzt können wir ruhig und vernünftig mit einander sprechen. Jetzt hast Du erreicht, was Du wolltest. Ja, Du kennst mich, Du weißt, wie schamhaft meine Seele ist. Meinetwegen kannst Du jetzt tausend Menschen aufsuchen. Ich habe auch kein Bedürfnis mehr, mit Dir allein zu sein. Übrigens möcht’ ich Dir den verfluchten Hut am liebsten vorn Kopfe reißen. Diese große Krampe ist sehr bequem... Ha, ha, ha. .. Nun, Agaj, liebe Schwester, kannst Du mit Deinem Bruder nicht vernünftig sprechen?
Sie sah plötzlich zu ihm auf.