Jetzt werde ich die faule Bestie von Geschlecht aus ihrer Höhle an den Ohren zerren, und ihr mit der weißen Eisenbitze meiner Lust den Rücken sengen, und in ihre Sohlen den spitzen Stachel meines Schmerzes keilen, dass sie schreit und tanzen, Herrgott, tanzen lernt.

Mit den Bildern, die meine kalte, raffinierte Unzucht gebar, werde ich sie stacheln, bis ich mich wieder Mann fühle, ich armer Märtyrer deiner Üppigkeit, du junges Gehirn.

*

Mein Gehirn habe ich auf die grüne Weide geschickt, auf das sterile Moor meiner Heimat; jetzt bin ich ganz Synthese, ganz Konzentration, ganz Geschlecht.

In meinen Armen ruhst du, und es ist Nacht.

Wir küssen uns, dass uns der Atem ausgeht, dass wir ineinander aufgehen, wesensgleich werden.

Ich presse meine Lippen in deinen fiebernden Busen, dass meine Brust sich weitet von dem langersehnten, heißbegehrten Glück; ich schmiege deinen Pantherleib so innig an mich an, dass ich dein Herz an meine Mannbrust klopfen höre und seine Schläge zählen kann, dass ich den Blutstrom, der durch deinen Körper rast, an meinem eigenen sich entlang gießen fühle und die Wollustschauer, die deinen Körper durchzucken, meine eigenen werden.

Ich wühle mich in dich hinein; ich fühle, wie sich deine Glieder bäumen in der dionysischen Ekstase eines Wollustkrampfes, wie sie auffahren in dem wüsten Erethismus einer schmerzhaften Lust.

Fester — tiefer — noch tiefer, dass ich deinen unsterblichen Geist packe in dieser unerträglichen Hitze meiner Brunst, in dieser tollen Farce meiner Sinneslust, in dem keuchenden Hallelujah meiner Wollust.

Und jetzt bin ich die Inkarnation des Logos, als er zum Evangelium des Fleisches wurde; jetzt bin ich die allgewaltige Allsexualität, der Verknüpfungspunkt vom Vergangenen und Kommenden, die Brücke zum Jenseits der Zukunft, das Unterpfand einer neuen Evolution.