Ha ha ha hah!
Ich brauche deine Liebe nicht — was willst du von mir — ich kann dir ja nichts geben — was sollt’ ich mit dir — ich weiß ja nicht, was ich mit dir anfangen soll! —
Steh auf; zieh dich an; und bewundere ja mein großes Gehirn, das solche lustige Farce von Pubertäts– und Gymnasiastenliebe in Szene setzen kann.
Ophelia, geh in ein Kloster.
*
Auf dem Grunde meiner Seele liegt ein finsteres, schauerliches Geheimnis von einer wahnsinnigen, satanischen, schwarzen Messe, in der das sterbende Geschlecht sich austobte mit seiner zerstörenden Agonie und Todeskrämpfen, als es zum letzten Mal das δοσ μοι που στω war und mich aus meinen Angeln hob.
Und so will ich es preisgeben; preisgeben den Triumph der epileptischen Brunst, noch einmal alles durchleben in einer Intensität, als ob es heut geschehen wäre, noch einmal schwelgen im Genusse meines geschlechtlichen Vampirtums, und noch einmal mich empfinden als das übermächtige Geschlecht, das mein Gehirn als dummes, lächerliches Spielzeug gebrauchte.
Ich weiß nicht, ob es Traum war oder Wirklichkeit; ich weiß nicht, ob es nur das halluzinatorische Bild von einer Idee war oder umgekehrt die Geburt von Ideen aus vielleicht ererbten, a priori in mir liegenden Bildern.
Die Linien des Tages fließen in die der Nacht hinüber; über dem hellen Mittag ruht die große, blutrote Scheibe des Mondes, und in dem Wasser des abgründigen Brunnens spiegeln sich am lichten Tage Millionen von Sternen in mitternächtiger Finsternis.
Mein Gott! Vielleicht war es nur das psychische Epiphänomen von physischen Zerstörungsakten, von alkoholischem Delirium, von Fieberhitze oder — aber das ist ja gleichgültig.