Mit irren, keuchenden Fingern suchte ich das Lid zu heben; ich zitterte und flog an allen Gliedern; ein fürchterlich verzerrtes Wollustgrinsen lag auf dem Gesichte.

Mich überkam ein geschäftiges Treiben. Ich hob das Lid mit kunstgerechtem Griffe langsam hoch, geschäftsmäßig, wie bei der Augeninspektion; aber meine Finger glitten das Gesicht herab, sie betasteten es, ein Fieberparoxysmus überkam mich, ich arbeitete mit autonomen Gliedern, ich hatte die Empfindung, dass mein Kopf mir durch das Fenster flöge, und ich lachte und schrie und fühlte meine eignen Laute auf mich zurückprallen, wie Steinwürfe, — ich küsste ihr Gesicht, ich riss und sog an ihr, und plötzlich biss ich mich mit geifernden Lippen, wie ein Vampir, schrill in ihre Brust hinein.

Und ich zog und zerrte an dem toten Fleische, und ein Lachen, drin ein jeder Muskel meines Leibes in wilden Erethismen aufschrie, würgte mich im Halse, und plötzlich — fuhr ich taumelnd zurück.

Es geschah etwas Fürchterliches.

Das tote, blutende Weib reckte sich in fürchterlicher Majestät im Sarge auf, und mit weit ausholender Armbewegung, mit jäher, fürchterlicher Wucht stieß sie mich mit beiden Fäusten in die Brust.

Bewusstlos flog ich weit weg.

*

Außen wurde zu Innen, das Schauen zum Scheinen, Lust zu einer ätzenden Lauge, Schmerz zu einer eklen Spinne, die das Herz ansticht und ihm das Blut aussaugt, Wohlbehagen zur stinkenden Pfütze.

Und du? Wo bist du? — Lebst du? bist du tot? ich weiß es nicht. In meinem Gehirne sind Lücken und Löcher; zwischen den einzelnen Bewusstseinsepisoden fehlt es am Kausalzusammenhang.

Übrigens — das ist ja ziemlich gleichgültig.