Ich sah meine Finger unstet auf dem Tisch herumfühlen.
Plötzlich fesselte mich ein Couvert mit einer wild orangeroten, seltsamen Marke; auf dem Couvert in festen, zerhackten Schriftzügen mein Name. In diesem Augenblick jedoch war mein Name mir vergessen, ich sah etwas fremdes, wildfremdes, und wunderte mich, wie dies Couvert auf meinen Tisch zu liegen kam.
Nun drückt’ ich mir den Hut noch tiefer in die Augen und sah sie halb im Traume an.
Etwas wie boshafte Schadenfreude glaubte ich in ihren Augen gesehen zu haben, gemischt mit einer lauernden, beinahe schmerzlichen Spannung.
Eine Weile verging; ich fing an mich zu sammeln.
Niemals bohrte sich mein Blick tiefer in ein menschliches Auge, gieriger in eine Seele; ich fühlte deutlich die Gewalt des Blickes, er machte meinen eigenen Augen Schmerz.
Verlegen, mit boshaftem Lächeln versuchte sie ihn auszuhalten, dann wich sie aus. Ich empfand ein leises künstlerisches Entzücken an den langen, schlaffen Wimpern ihrer Augenlider; wie seh’ ich deutlich diese schlaffen, adlig müden Lider mit den langen Wimpern.
— Du! Ein Wort...
Ich sprach gemessen, beinah’ mit pedantischer Würde; ein kindliches Gefühl, wie edelmütig ich im Grunde sei, rührte mich fast bis zu Tränen.
— Ja, und?...