Und eine lange, — weiche Hund seh’ ich sich zu mir herüberschieben, wie Sternenlicht im Nebel dämmert sie aus der Dunkelheit.
Licht im Zimmer, — eine Gestalt in sonnenhafter Herrlichkeit:
Abel!
Wie bist du auferstanden von der Bahre? Habe ich dich nicht getötet?
Komm, komm, mein Herzensbruder — ein tiefes Geheimnis!
An den Brüsten Einer Mutter haben wir gesogen, von derselben Muttermilch sind wir stark geworden, wir Kinder des Sündenfalls.
Verstehst du, dass ich dich töten musste? Herzensbruder, weißt du’s?
Du warst das starke, jungfräuliche Ja in mir, die zeugungskräftige Sehnsucht, die wie das heilige Werde ein neues Chaos brauchte, sich zu offenbaren.
Ja, ich musste dich töten; denn die Macht meiner Lüste, die nach neuen Brünsten ihre Hände ringen, war zu groß für die gesättigte Ruhe deines Urwillens.
Bruder, komm nahe; ganz, ganz nahe...