Mein Epilogue ist längst geendigt -- ich kann es Ihnen schikken; ich möchte in der zweiten Auflage einige Druckfehler vermeiden. Ich werde Sie auch bitten, auf dem Titel meinen russischen Pseudonym zu drucken -- "V a Uf. Von Iscander".

Ich habe hier ein Artikel gedruckt, das ziemlich bruit gemacht hat; ich werde ein Paar Exempl<äre> Ihnen mit dem Epilogue schicken, wenn Sie es wünschen.

Ich bin wirklich herzlich dankbar für die Aufnahme meiner 2 Broschüren in Deutschland. Schade, daß ich der deutschen Sprache nicht mächtig bin und brauche immer einen freundschaftlichen Dienst bei der Übersetzung.

Danken Sie, mein geehrter Herr, dem H Professor Stahr -- sein Buch werde ich noch heute anfangen. Nur der H Profess ist ganz in Irrtum, indem er glaubt, "Daß der Russe keiner ist". Geb in Moskau, habe ich in der Mosk Universität meine Studien gemacht, ira Jahre 1835 wurde ich in das Ural-Gebirg verschickt, und nach 7 Jah Exil verließ ich Rußland in den ersten Tagen von 1847; von der Zeit an blieb ich immer in Paris und Italien[263]. Mein Exil hinderte mich die deutsche Sprache gründlich zu studieren -- und ich bitte, skandalisieren sich nicht über meine Barbarismen und Slavismen -- oder schreibe ich meine Briefe französisch.

Nach einem Monat gehen wir wieder nach Italien (ich glaube nach Nizza) -- übrigens adressieren Sie Ihre Briefe immer an das Haus de Rotschild frères à Paris.

Ich empfehle mich Ihnen mit der größten Hochachtung.

A. Herzen.

P. S. Vor einigen Monaten habe ich gelesen, daß eine Übersetzung von meinem russischen Roman (von H Wolfsohn) bei Cotta erschien -- unter dem Titel "Wer hat Schuld?" von

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Письмо к Ю. Кампе от 28 (16) марта 1850 г. Первая страница.