Clarendon’s Verhalten.
Einer ihrer nächsten Verwandten war dagegen einer ihrer bittersten Feinde. Aus den in den Händen der Regierung befindlichen Beweismittel ging unbestreitbar hervor, daß Clarendon in die jakobitischen Insurrectionspläne tief verwickelt war. Die Königin aber wollte durchaus nicht, daß man gegen einen ihrer Verwandten mit Strenge verfuhr, und Wilhelm, der sich erinnerte, welche Bande sie um seinetwillen zerrissen und welche Vorwürfe sie sich zugezogen hatte, überließ bereitwillig Leben und Freiheit ihres Oheims ihrer persönlichen Fürsprache. Bevor aber der König nach Irland abreiste, sprach er sehr ernsthaft mit Rochester. „Ihr Bruder,” sagte er zu ihm, „hat gegen mich conspirirt. Ich bin dessen gewiß, denn ich habe schriftliche Beweise, die von seiner eignen Hand herrühren. Man drang in mich, ihn nicht mit in die Begnadigungsacte aufzunehmen, aber ich wollte nicht etwas thun, was die Königin tief bekümmert haben würde. Um ihretwillen vergebe ich das Geschehene, aber Mylord Clarendon wird wohl thun in Zukunft vorsichtiger zu sein, sonst wird er erfahren, daß solche Dinge kein Spaß sind.” Rochester theilte Clarendon die Ermahnung mit. Clarendon, der in fortwährender Correspondenz mit Dublin und Saint-Germains stand, betheuerte, daß es sein einziger Wunsch sei, ruhig zu leben, und daß die bestehende Regierung, obwohl er wegen der Eide bedenklich gewesen sei, doch keinen gehorsameren Unterthanen habe als er zu sein sich vorgenommen.[138]