Penn muß Caution erlegen.
Unter den Briefen, welche die Regierung aufgefangen, befand sich auch einer von Jakob an Penn. Dieser Brief war zwar kein legaler Beweis dafür, daß der Adressat sich des Hochverraths schuldig gemacht; aber er erweckte Verdacht, der, wie wir jetzt wissen, wohl begründet war. Penn wurde vor den Geheimen Rath gestellt und verhört. Er sagte sehr richtig, daß er Niemanden hindern könne an ihn zu schreiben und daß er für das was man ihm schreibe, nicht verantwortlich sei. Dagegen gab er auch zu, daß er durch Bande der Dankbarkeit und Zuneigung, die kein Wechsel des Glücks lösen könne, an den vorigen König geknüpft sei. „Ich würde mich freuen, wenn ich ihm in seinen Privatangelegenheiten einen Dienst leisten könnte, aber ich habe eine heilige Pflicht gegen mein Vaterland, und deshalb war ich nie so ehrlos, daß ich nur den Gedanken gehegt hätte, ihn zurückzurufen.” Dies war eine Lüge und Wilhelm wußte das wahrscheinlich. Doch er wollte nicht streng gegen einen Mann verfahren, der viele Ansprüche auf Achtung hatte und der schwerlich ein gefährlicher Verschwörer wurde. Er erklärte sich daher für befriedigt und schlug vor, den Gefangenen von der Anklage zu entbinden. Dagegen remonstrirten jedoch einige Mitglieder des Geheimen Raths und Penn mußte Caution stellen.[139]