Schwierigkeiten Wilhelm’s.
Mit peinlicher Besorgniß, die nur ein Mann wie er unter dem Anschein stoischer Heiterkeit zu verbergen vermochte, traf Wilhelm seine Anstalten zur Abreise. Marie war tief bekümmert, und ihr Kummer ging ihm mehr zu Herzen als Diejenigen ahneten, die aus seinem Benehmen auf den Zustand seines Innern schlossen.[129] Er wußte auch, daß er sie umringt von Schwierigkeiten, mit denen zu kämpfen ihre Gewohnheiten sie nicht befähigt hatten, zurücklassen sollte. Sie bedurfte gewiß beständig einsichtsvollen und wohlmeinenden Rathes; und wo war solcher Rath zu finden? Es gab zwar unter seinen Dienern viel tüchtige und auch einige tugendhafte Männer; aber selbst wenn er anwesend war, hatten ihre politischen und persönlichen Animositäten nur zu oft sowohl ihre Talente wie ihre Tugenden nutzlos für ihn gemacht. Konnte man also wohl erwarten, daß die sanfte Marie im Stande sein werde, den Parteigeist und die Eifersüchteleien zu zügeln, welche ihr energischer und kluger Gemahl nur sehr unvollkommen hatte in Schranken halten können? Hätte man das innere Cabinet, das die Königin unterstützen sollte, ausschließlich aus Whigs oder aus Tories zusammengesetzt, so würde die halbe Nation unzufrieden gewesen sein. Bestand es aus Whigs und Tories, so konnte man wieder gewiß sein, daß beständige Uneinigkeit herrschen werde. Wilhelm befand sich in einer Lage, die ihm nur die Wahl zwischen verschiedenen Uebeln ließ.