Verhaftung verdächtiger Personen.
Es war am 26. Juni, noch nicht vierzehn Tage nachdem Wilhelm nach Irland abgesegelt war, als die feindlichen Flotten diese Stellungen einnahmen. Wenige Stunden vorher war in Whitehall eine wichtige und angstvolle Sitzung des Geheimen Raths gehalten worden. Die mit Frankreich verbündeten Mißvergnügten waren wachsam und voll der besten Hoffnung. Marie hatte auf ihrer Spazierfahrt bemerkt, daß es in Hydepark von ihnen wimmelte. Der ganze Staatsrath war der Meinung, daß es nothwendig sei, einige Personen, von deren Schuld die Regierung Beweise habe, zu verhaften. Als Clarendon genannt wurde, sprach sein Freund und Verwandter, Sir Heinrich Capel, einige Worte zu seinen Gunsten. Die anderen Räthe stutzten, blieben aber still, denn es war keine angenehme Aufgabe, einen Verwandten der Königin in ihrer Anwesenheit anzuklagen. Marie hatte bisher in den Sitzungen des Geheimen Raths kaum ein Mal den Mund geöffnet; jetzt aber, wo sie klare Beweise von der Verrätherei ihres Oheims von seiner eignen Hand besaß und wußte, daß nur die Achtung vor ihrer Person ihre Rathgeber abhielt, etwas zu beantragen, was das öffentliche Wohl erheischte, brach sie ihr Stillschweigen. „Sir Henry,” sagte sie, „ich weiß, und jeder der hier anwesenden weiß so gut wie ich, daß zuviel gegen Mylord Clarendon vorliegt, als daß man ihn frei ausgehen lassen könnte.” Der Verhaftsbefehl wurde aufgesetzt und Capel unterzeichnete ihn wie alle Uebrigen. „Ich bin besorgter um Lord Clarendon,” schrieb Marie an ihren Gemahl, „als man vielleicht glaubt.” Noch denselben Abend wurden Clarendon und mehrere andere angesehene Jakobiten im Tower einquartiert.[151]