Verlust der beiden Armeen.
Das Gemetzel war geringer gewesen als auf irgend einem andren Schlachtfelde von gleicher Wichtigkeit und Berühmtheit. Von den Irländern waren nur etwa funfzehnhundert Mann gefallen; aber fast lauter Cavaliere, die Elite der Armee, tapfere und wohl disciplinirte Leute, die so leicht nicht zu ersetzen waren. Wilhelm gab strenge Ordre, daß kein unnöthiges Blutvergießen stattfinden solle, und verlieh diesem Befehle durch einen Act lobenswerther Strenge Nachdruck. Einer seiner Soldaten hieb, nachdem der Kampf vorüber war, noch drei wehrlose Irländer nieder, die um Pardon baten. Der König befahl, den Mörder auf der Stelle zu hängen.[26]
Der Verlust der Sieger überstieg nicht fünfhundert Mann; aber der größte Feldherr Europa’s war darunter. Seinem Leichname wurde jede erdenkliche Ehre erwiesen. Die einzige Ruhestätte, die einem so berühmten Krieger, der im Kampfe für die Freiheiten und die Religion England’s gefallen war, gebührte, war die durch den Staub vieler Generationen von Fürsten, Helden und Dichtern geheiligte und ehrwürdige Abtei. Es wurde bekannt gemacht, daß der tapfere Veteran ein öffentliches Leichenbegängniß zu Westminster haben solle. Einstweilen wurde sein Leichnam mit soviel Geschicklichkeit als im Lager zu finden war, einbalsamirt und in einen bleiernen Sarg gelegt.[27]
Walker wurde minder ehrerbietig behandelt. Wilhelm betrachtete ihn als einen unruhigen Kopf, der gebührend dafür bestraft worden war, daß er sich ohne einen Ruf der Pflicht in Gefahr begeben, und er äußerte diese Gesinnung auf dem Schlachtfelde mit characteristischer Derbheit. „Sire,” sagte einer von seinen Begleitern, „der Bischof von Derry ist bei der Furth durch eine Kugel getödtet worden.” — „Wer hieß ihn hingehen?” brummte der König.