Walker, nunmehriger Bischof von Derry, begleitet die Armee.
Walker begleitete trotz seines vorgerückten Alters und seines friedlichen Berufs die Männer von Londonderry und suchte durch Wort und Beispiel ihren Eifer anzuspornen. Er war jetzt ein angesehener Prälat. Hesekiel Hopkins war vor den papistischen Verfolgern und presbyterianischen Rebellen nach London geflüchtet, hatte es über sich gewonnen, der Regierung Treue zu schwören, hatte eine Pfarre erhalten und war in der Ausübung der bescheidenen Amtspflichten eines Pfarrgeistlichen gestorben.[16] Wilhelm erfuhr auf seinem Marsche durch Louth, daß das reiche Bisthum Derry zu seiner Verfügung stand, und er ernannte sofort Walker zum neuen Bischofe. Der wackere Greis wurde während der wenigen Stunden, die ihm noch zu leben vergönnt waren, mit Huldigungen und Beglückwünschungen überhäuft. Unglücklicherweise war bei ihm von der Belagerung her, in der er sich so glänzend ausgezeichnet, eine Leidenschaft für das Kriegshandwerk zurück geblieben, und er redete sich leicht ein, daß er eine Pflicht gegen sein Vaterland und gegen seine Religion erfülle, wenn er sich dieser Leidenschaft hingebe. Er hätte bedenken sollen, daß die außergewöhnlichen Umstände, die ihn damals berechtigt hatten, die Waffen zu ergreifen, nicht mehr existirten und daß ein kämpfender Priester in einer disciplinirten Armee, welche von erfahrenen und berühmten Generälen geführt wird, viel wahrscheinlicher im Wege ist als etwas nützen kann. Der neuerwählte Bischof hatte sich vorgenommen, überall zu sein wo die Gefahr am größten war, und die Art und Weise, wie er sich der Gefahr aussetzte, erregte das äußerste Mißfallen seines königlichen Gönners, der einen Zudringlichen eben so wenig leiden konnte wie einen Feigling. Ein Soldat, der aus der Schlacht davonlief, und ein Geistlicher, der sich in die Schlacht drängte, waren die beiden Dinge, welche Wilhelm am meisten verdrossen.