Bill zur Verurtheilung Fenwick’s.

So weit war Alles mit Ruhe abgegangen; aber in wenigen Minuten brach der Sturm los. Das furchtbare Wort Verurtheilungsbill wurde ausgesprochen und alsbald erwachten alle heftigen Leidenschaften der beiden großen Parteien. Die Tories waren überrascht worden und viele von ihnen hatten das Haus verlassen. Die Zurückgebliebenen erklärten laut, daß sie nie in eine solche Verletzung der ersten Grundsätze der Gerechtigkeit willigen würden. Die Whigs waren nicht minder heftig und ihre Reihen waren ungelichtet. Der Antrag auf Erlaubniß zur Einbringung einer Verurtheilungsbill gegen Sir John Fenwick wurde spät Abends mit hunderteinundsiebzig gegen einundsechzig Stimmen angenommen, aber es war unzweifelhaft, daß der Kampf lang und heiß werden würde.[64]

Der Parteigeist war in der That selten heftiger erregt gewesen. Es war allerdings auf beiden Seiten viel ehrlicher Eifer, aber ein beobachtendes Auge würde auf beiden Seiten auch Furcht, Haß und Habsucht unter den schimmernden Vorwänden der Gerechtigkeit und des Gemeinwohls entdeckt haben. Die bedauerliche Hitze der Parteisucht brütete rasch eine Menge giftiges Gewürm aus, das lange erstarrt gelegen hatte: verabschiedete Spione und verurtheilte falsche Zeugen, welche die Peitsche, das Brenneisen und die Scheere verschont hatten. Selbst Fuller hoffte wieder Leichtgläubige zu finden, die ihn anhören würden. Seitdem er am Pranger gestanden, hatte die Welt ihn vergessen. Er hatte jetzt die Stirn an den Sprecher zu schreiben, um Gehör vor der Schranke zu bitten und viele wichtige Aufschlüsse über Fenwick und Andere zu versprechen. Am 9. November zeigte der Sprecher dem Hause den Empfang dieser Mittheilung an; aber das Haus weigerte sich geziemenderweise, den Brief eines so notorischen Schurken nur vorlesen zu lassen.