Die Verurtheilungsbill angenommen.

An dem Tage, an welchem die Lords die Verurtheilungsbill annahmen, vertagten sie sich für die Dauer der Weihnachtsfeiertage. Das Schicksal Fenwick’s blieb daher über vierzehn Tage ungewiß. Während dieser Zeit wurden Fluchtpläne entworfen, und man hielt es für nöthig, Newgate mit einer starken Militärwache zu umgeben.[84] Einige Jakobiten kannten Wilhelm so wenig, daß sie anonyme Briefe an ihn schrieben, worin sie ihm mit Erschießen oder Erstechen drohten, wenn er dem Gefangenen ein Haar zu krümmen wagte.[85] Am Morgen des 11. Januars genehmigte er die Bill. Zu gleicher Zeit genehmigte er auch eine Bill, welche die Regierung ermächtigte, Bernardi und einige andere Verschwörer ein Jahr lang in Haft zu halten. Am Abend dieses Tages bildete ein höchst trauriges Ereigniß in London das Stadtgespräch. Die Gräfin von Aylesbury hatte mit ängstlicher Spannung die Untersuchung gegen Sir John verfolgt. Ihr Gemahl war eben so tief wie Sir John in hochverrätherische Pläne verwickelt gewesen, war, wie Sir John, in Haft, und hatte, wie Sir John, Theil an Goodman’s Flucht genommen. Mit Schrecken hatte sie erfahren, daß es ein Mittel gab, um ein Verbrechen, das außer dem Bereiche des ordentlichen Rechtsweges lag, zu bestrafen. Ihre Angst hatte mit jedem Stadium der Verurtheilungsbill zugenommen. An dem Tage, an welchem die königliche Genehmigung ertheilt werden sollte, wurde ihre Aufregung so groß, daß ihre Constitution sie nicht mehr zu ertragen vermochte. Als sie den Donner der Kanonen vernahm, welche verkündeten, daß der König sich nach Westminster begab, fiel sie in Ohnmacht und starb nach wenigen Stunden.[86]